Kommunalwahl am 11. September

Petry-Rede von zahlreichen Demonstranten gestört

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Die AfD hat den Wahlkampf für die Kommunalwahl in Niedersachsen mit einer Rede von Frauke Petry (rechts) beendet.

Hannover - Unter dem Protest Hunderter Gegendemonstranten hat die niedersächsische AfD in Hannover ihren Wahlkampf beendet. Bei der Abschlusskundgebung vor dem Neuen Rathaus sprach am Samstag auch die Bundesvorsitzende Frauke Petry.

Unter die zwischenzeitlich rund 350 Teilnehmern hatten sich auch etwa zwei Dutzend AfD-Gegner gemischt. Sie versuchten, Petrys Rede mit ironischem Beifall und lauten Zwischenrufen zu stören. Auf Bitten der Veranstalter schloss die Polizei schließlich 17 Menschen von der Kundgebung aus. 

Immer wieder kam es zu Rangeleien und verbalen Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Unterstützern der Partei. Es sei dabei auch zu einer Körperverletzung gekommen, sagte der Einsatzleiter der Polizei. Schwer verletzt wurde aber niemand. Näheres wurde zunächst nicht bekannt. 

Zahlreiche Gegendemonstranten versuchten die AfD-Kundgebung in Hannover zu stören

Auch vor dem abgesperrten Bereich der Kundgebung hatten sich zahlreiche Gegendemonstranten versammelt. In der Stadt demonstrierten auf einer Gegenkundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbunds mehrere Hundert Menschen. 

In ihrer Rede ging Petry kaum auf kommunalpolitische Themen ein. Sie übte heftige Kritik an der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung und forderte mehr Möglichkeiten der direkten Demokratie. Der AfD-Landesvorsitzende Paul Hampel hatte in der vergangenen Woche angekündigt, die Kommunalwahl anfechten zu wollen. Immer wieder seien Veranstaltungen und einzelne Kandidaten angegriffen und bedroht worden.

dpa

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