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Acht Verletzte nach schwerem Auffahrunfall – Polizei zeigt Autofahrer an

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Von: Marcel Prigge

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Der VW Golf des Unfallverursachers nach dem Auffahrunfall.
Der VW Golf des Unfallverursachers nach dem Auffahrunfall. Insgesamt sind acht Personen verletzt worden. Der Schaden wird von der Polizei auf 30.000 Euro beziffert. © Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt / Ammerland

Bei einem Unfall in Edewecht sind acht Personen verletzt worden. Die Polizei geht gegen andere Autofahrer vor: Sie fuhren trotz Vollsperrung an dem Unfall vorbei.

Edewecht – Zu einem schweren Verkehrsunfall mit acht verletzten Personen ist es auf der Bundesstraße 401 in Edewecht in Niedersachsen, westlich von Oldenburg, gekommen. Am Freitag gegen 12:10 Uhr ist ein VW Golf ungebremst auf ein Auto aufgefahren, das wegen eines Unfallschadens eines anderen Autos auf der Bundesstraße stand. Die Polizei kritisiert das Verhalten anderer Autofahrer deutlich, eine Person wurde von den Beamten angezeigt.

Acht Verletzte nach Auffahrunfall in Edewecht in Niedersachsen: Drei Autos wurden ineinandergeschoben

Wie die Polizei mitteilt, ist aufgrund eines Motorschadens ein Auto an einer Kreuzung an der Bundesstraße liegengeblieben. Mehrere Fahrzeuge mussten aufgrund der Verkehrssituation abbremsen. Ein 25-Jähriger erkannte die Gefahrensituation offenbar zu spät und fuhr mit seinem VW Golf ungebremst auf den vor ihm stehenden BMW eines 57-Jährigen aus Brake auf. Der BMW wurde durch die Wucht des Aufpralls auf einen VW-Multivan eines 28-Jährigen aus Barßel geschoben.

Fünf Rettungswagen bei Unfall in Edewecht vor Ort: Polizei schätzt Schaden auf 30.000 Euro

Vier Insassen des Golfs, der Fahrer des BMWs sowie drei Mitfahrer des VW-Multivan sind dabei verletzt worden. Nach Angaben der Polizeiinspektion Oldenburg seien fünf Rettungswagen vor Ort gewesen. Sieben Beteiligte wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Ein Beteiligter begab sich nach der Erstversorgung selbstständig in ein Krankenhaus. Alle Autos waren nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die Beamten schätzen den Schaden auf rund 30.000 Euro.

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Durch die Unfallfahrzeuge sind größere Mengen Betriebsstoffe ausgelaufen, heißt es im Polizeibericht weiter. Die Fahrbahn musste von einer Spezialfirma gereinigt werden, weshalb die Bundesstraße voll gesperrt werden musste. Gegen 14:30 Uhr konnte der Verkehr wieder in beide Richtungen fließen. Aufgrund der Vollsperrung ist es zu Verkehrsbehinderungen in beide Fahrtrichtungen gekommen.

An Unfall vorbeigefahren: Polizei kritisiert Verhalten von Autofahrern – Bußgeldverfahren eingeleitet und Anzeige erstattet

Wie die Polizei weiter mitteilt, haben mehrere Autofahrer die Vollsperrung in Richtung Oldenburg ignoriert und sich am Streifenwagen der Beamten vorbeigequetscht. Vier Autofahrer konnten angehalten werden. Gegen sie leitete die Polizei ein Bußgeldverfahren ein. Ein Fahrzeugführer zeigte sich sogar besonders uneinsichtig und weigerte sich, den Führerschein und Zulassungsbescheinigung auszuhändigen. „Auch dieses Verhalten wird mit einer Anzeige gewürdigt“, heißt es in der Mitteilung der Polizei. 

Schwerer Unfall in Edewecht: weitere Blaulichtmeldungen aus Niedersachsen und Bremen

Vorbildlich hingegen sei die Erste Hilfe gewesen, die unter anderem ein Soldat geleitet habe, der Zeuge des Unfalls gewesen war, heißt es im Polizeibericht. Weitere Unfallzeugen, die sich zwischen dem Soldaten und der Unfallstelle befunden haben, seien leider ohne anzuhalten weitergefahren, so die Beamten.

Zu einem weiteren Unfall ist es am Freitag gekommen. Ein Autofahrer ist von der Fahrbahn abgekommen und gegen mehrere Bäume gekracht. Er starb noch am Unfallort. Am Donnerstagabend sind auf der A 1 in Vechta drei Personen verletzt worden. Beim Unfallverursacher wurde nach einem Atemalkoholtest ein Promillegehalt von 1,79 festgestellt.

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