Geschichte macht den Anfang

Abi Abi Abi Abitur: Ein letztes Mal G8

In Niedersachsen beginnen die Abiturprüfungen: Mehr als 36.000 Schüler werden in den kommenden Wochen über ihren Klausuren schwitzen. Die Zahl der Schüler mit der Traumnote 1,0 ist in den vergangenen Jahren gestiegen - aber auch die Zahl der Durchfaller.

Hannover - Für mehr als 36.000 Schüler in Niedersachsen beginnen am Donnerstag die Abiturprüfungen. Begonnen wird mit dem Fach Geschichte. Bis zum 13. Mai werden die schriftlichen Arbeiten geschrieben, danach folgen die mündlichen Prüfungen. In diesem Jahr wird der letzte G8-Abijahrgang geprüft, letztmalig legen Schüler nach zwölf statt dreizehn Schuljahren ihr Abi ab.

Im kommenden Jahr gibt es durch die Rückkehr zu G9 nur an Gesamtschulen oder Berufsschulen Abiturprüfungen. Die nächsten Abschlussprüfungen an Gymnasien in Niedersachsen sind dann erst im Frühjahr 2021.

Zahl der Durchfaller steigt

Die Zahl der Abiturienten in Niedersachsen nahm innerhalb der vergangenen zehn Jahren um rund 28 Prozent zu, wie aus Daten des Kultusministeriums hervorgeht. Der Notendurchschnitt der Prüflinge verbesserte sich von 2,69 im Jahr 2008 auf 2,57 im vergangenen Jahr.

Trotzdem ist Niedersachsen damit Schlusslicht im bundesweiten Vergleich. Und die Zahl der Durchfaller stieg in den vergangenen Jahren: 2018 bestand jeder 18. Schüler die Prüfung nicht, 2008 war es nur jeder 29. Prüfling.

Allerdings erreichen auch in Niedersachsen immer mehr Schüler die Bestnote von 1,0 beim Abitur. Der Anteil dieser Mädchen und Jungen stieg von 0,4 Prozent (2008) auf 0,9 Prozent (2018).

Smartphones als Hilfsmittel die Ausnahme

Smartphones oder Tablets als Hilfsmittel dürfen in diesem Jahr nur wenige Schüler bei den Abiprüfungen nutzen. Wie das Kultusministerium mitteilte, sind die Geräte ausschließlich an Schulen mit individuellen Regelungen zugelassen. „Das betrifft eine Handvoll Schulen in Niedersachsen“, sagte ein Ministeriumssprecher. Die Tablets und Smartphones können an diesen Schulen als Ersatz für Taschenrechner und Wörterbücher genutzt werden, mithilfe eines speziellen Prüfungsmodus soll Betrug unterbunden werden.

Zeugnisse gibt‘s Ende Juni

Erlaubt sind die Geräte nur an Schulen, an denen bereits in der Oberstufe damit gearbeitet wurde. Bereits im vergangenen Jahr gab es einzelne Schulen, an denen digitale Hilfsmitteln beim Abi erlaubt waren, die Zahl habe sich nicht nennenswert verändert, hieß es aus dem Kultusministerium. Der Philologenverband Niedersachsen kritisierte, in Sachen Datenschutz und Manipulation der Geräte gebe es noch einiges zu prüfen. „Viele Fragen sind ungeklärt“, sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Niedersachsen, Laura Pooth.

In Niedersachsen läuft zum 14. Mal das Zentralabitur. Das bedeutet, dass die Aufgaben in den allermeisten Fächern für alle Schüler einheitlich sind. Die Abiturzeugnisse gibt es Ende Juni.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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