Land setzt auf mobile Impfteams

Niedersachsen wird wohl einige Impfzentren schließen

50 Corona-Impfzentren gibt es in Niedersachsen. Das könnte sich nach September ändern. Das sind die Pläne der Landesregierung.

Hannover – Wie viele Impfzentren braucht Niedersachsen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Landesregierung derzeit. Dass alle 50 Impfzentren in Niederachsen bestehen bleiben scheint ausgeschlossen. Der Schließungstermin vom Bund ist Ende September.

Corona-Variante:Delta
Wissenschaftlicher Name:B.1.617.2
Erstnachweis:Indien
Entdeckt am:5. Oktober 2020
Aktueller Anteil in Deutschland:15 Prozent

Da einige der Impfzentren mit der Durchimpfung der Bevölkerung bereits sehr weit gekommen seien, müsse die Zukunft der Impfzentren differenziert betrachtet werden, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Freitag in Hannover. „Insofern müssen es nicht überall die großen Impfzentren sein“, so Pörksen.

Niedersachsen setzt angesichts der Delta-Variante auf mobile Impfteams

Angestrebt werde auch der Einsatz mobiler Impfteams sowie dezentrale Impfangebote, bei denen aktiv auf die Menschen zugegangen wird - etwa in Stadtteilen, in denen sich bisher wenige Menschen haben impfen lassen.

Damit reagiert das Land auch auf die schnelle Ausbreitung der Delta-Variante des Corona-Virus. Aktuell steigt auch in Niedersachsen die Zahl der mit der Corona-Mutante Infizierten.

Bislang hatte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) den Weiterbetrieb der vom Bund finanzierten Impfzentren über Ende September hinaus gefordert. 

Schließung der Impfzentrum: Bund und Länder beraten über weitere Schritte

Rund 54 Prozent der Bevölkerung in Niedersachsen wurde bereits mindestens ein Mal gegen das Corona-Virus geimpft. Impfstoffe sind gegen Delta-Variante unterschiedlich effektiv. Experten rechnen damit, dass die Mutante bald schon einen Großteil aller Neuinfektionen ausmachen wird.

Nicht alle Impfzentren werden nach Ende September in Niedersachsen weiter betrieben.

Bund und Länder beraten derzeit noch darüber, wie es mit den Impfzentren nach dem 30. September weitergeht, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Oliver Grimm. „Wir planen nicht über den 30. September hinaus, 50 stationäre Impfzentren zu betreiben“, erklärte er.

Wichtig sei aber, dass der Bund den Ländern über Ende September hinaus weiter Impfstoff zur Verfügung stellt für möglicherweise verbleibende Impfzentren und den Einsatz mobiler Impfteams. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Mohssen Assanimoghaddam

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