Reisen in der Corona-Pandemie

Nach Mallorca plant Tui ab Mai weitere Ziele - Testpflicht für Geimpfte

Die Feiertage wie 1. Mai oder Pfingsten stehen vor der Tür. Normalerweise Zeit für einen Kurzurlaub. Tui steht kurz vor weiteren Öffnungen am Mittelmeer und Atlantik. Den verpflichtenden Coronatest wird auf das Bordkonto gebucht.

Update, 30. April: Vor einer Kreuzfahrt mit Tui Cruises sind bald zwei Corona-Tests für die Passagiere verpflichtend - und diese müssen von den Reisenden künftig selbst bezahlt werden. Ab Donnerstag, 13. Mai mit Beginn der Griechenland-Saison der „Mein Schiff 5“ benötige jeder Gast für den Reiseantritt zwei negative Testergebnisse, erklärt die Reederei - einen PCR-Test und einen Antigen-Schnelltest.

Der PCR-Test für Passagiere ab sechs Jahren, der frühestens 72 Stunden vor Reisebeginn gemacht werden darf, ist bereits Pflicht. Für mehr Sicherheit soll nun ein zusätzlicher Antigen-Schnelltest für Personen ab vier Jahren kurz vor dem Beginn der Reise sorgen, also frühestens am Abend vor dem Abflug. Dieser zweite Test werde im Gesundheitsfragebogen abgefragt, ein schriftlicher Nachweis sei aber nicht nötig. Ein Selbsttest ist möglich. Die Pflicht zum doppelten Test gilt auch dann, wenn die Urlauber bereits geimpft sind.

Partner: Tui Cruises und Helios-Kliniken

Die Kooperation mit den Helios-Kliniken bleibe weiterhin bestehen, teilte Tui Cruises mit. Die Gäste könnten dort vor Abreise ihren PCR-Test durchführen lassen. Ab dem 13. Mai sei der Test aber nicht mehr im Reisepreis inkludiert. Die Kosten liegen laut Reederei bei 75 Euro pro Person. Die Verrechnung erfolge über das Bordkonto. Wird der PCR-Test woanders gemacht, muss der Urlauber diesen an Tui Cruises übermitteln - bis 12 Uhr am Vortag der Abreise.

Update, 27. April: Nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern hofft die Tourismusbranche in Niedersachsen auf Lockerungen für Geimpfte in der Urlaubssaison. Wenn ein großer Teil der Bevölkerung die Impfung habe, „dann gibt es überhaupt keinen Grund, Beschränkungen aufrechtzuerhalten“, sagte der Vorsitzende des niedersächsischen Tourismusverbandes, Sven Ambrosy, der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann erklärte, in der niedersächsischen Corona-Verordnung gebe es bereits „gewisse Erleichterungen“ für Geimpfte.

„Wenn die Impfkampagne allerdings weiter so gut läuft, sollten wir uns gerade mit Blick auf den Sommer auch mit dem Thema Urlaub für Geimpfte auseinandersetzen“, sagte der CDU-Politiker dem Blatt. Bis dahin solle jedem ein Impfangebot gemacht werden. Der CDU-Fraktionschef im Landtag, Dirk Toepffer, sprach sich dafür aus, Sommerurlaub für geimpfte Menschen möglich zu machen. Es sei der richtige Zeitpunkt, den Menschen in den Tourismusgebieten zu helfen. (dpa)

Wegen Corona: Deutliche Perspektive für die Sommerferien nötig

Der Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Städtetags, Jan Arning, sagte der Zeitung, die von der Pandemie erheblich belastete Bevölkerung brauche kurzfristig eine deutliche Perspektive für die Sommerferien: „Auch die Tourismus-Kommunen sowie die Vermieter, die keinen Anspruch auf Entschädigungszahlungen haben, sind dringend hierauf angewiesen.“

Der FDP-Fraktionschef im Landtag, Stefan Birkner, forderte: „Geimpfte sollten – genauso wie Getestete oder auch Genesene – so schnell wie möglich so viele Freiheiten wie möglich wiederbekommen.“ Das gelte auch für das Reisen.

Meldung vom 26. April: Nach dem viel diskutierten Oster-Neustart auf Mallorca plant nun der Touristikkonzern Tui, sein Angebot auf weitere südliche Ferienziele auszuweiten. Ab dem kommenden Wochenende (1. Mai) werde es wieder Reisen auf die Balearen-Nachbarinseln Ibiza und Formentera geben, teilte das Unternehmen am Montag mit. Am 5. Mai sind die ersten Flüge nach Faro an der portugiesischen Algarve geplant. Von Mitte Mai an sollen dann wichtige griechische Ziele wie Kreta, Rhodos, Kos, Korfu und der westliche Peloponnes folgen.

Mit Blick auf die Corona-Lage hatten die Hannoveraner etliche Reisen zunächst noch aufschieben müssen - inzwischen seien jedoch die Bedingungen in immer mehr Regionen so weit, dass ein sicherer Urlaub möglich werde. „Wir stehen in engem Austausch mit den Hoteliers und den Regierungen in den Destinationen, die sich intensiv auf die Ankunft der Gäste vorbereitet haben“, sagte Tui-Deutschland-Chef Marek Andryszak. Es gebe „eine gute Infrastruktur für Tests“.

Passagiere stehen am Flughafen Hannover am Check-Inn. Nach Mallorca will der Reisekonzern Tui ab Mai Griechenland, Portugal, weitere Balearen wieder anfliegen.

Nach der Aufhebung der deutschen Reisewarnung für die Balearen hatte Tui im März den dort geplanten Saisonstart um eine Woche vorgezogen. Befürworter strikterer Corona-Maßnahmen sowie Inlandstouristiker an Nord- und Ostsee oder in den Mittelgebirgen hatten Kritik geäußert, weil sie noch nicht wieder Gäste beherbergen durften.

Aus Sicht Andryszaks hat sich das Modell mit den dazugehörigen Schutzkonzepten in Spanien bewährt: „Der Osterurlaub auf Mallorca hat gezeigt, dass Pauschalreisen keinen Einfluss auf das Pandemiegeschehen haben.“ Ein Grundstein für die Urlaubssaison 2021 sei zudem, dass die Impfungen weiter Fahrt aufnähmen und digitale Nachweise Klarheit über den Infektionsschutz geben könnten. Tui bietet in seinen Hotels unter anderem Tests vor der Heimreise an.

Mallorca: Ruhiger Erholungsurlaub statt Party

Das Programm auf Mallorca werde noch ergänzt. Auf Ibiza sei in diesem Jahr statt Party „ruhiger Erholungsurlaub“ angesagt, meinte Andryszak. Reiseangebote nach Menorca sollen dem Unternehmen zufolge später nachgezogen werden. Die griechischen Inseln würden vom 14./15. Mai an schrittweise von mehreren deutschen Flughäfen angesteuert.

Zum Stand der Pandemiebekämpfung hatte Tui-Konzernchef Fritz Joussen jüngst von „einigen guten Signalen und Entwicklungen“ gesprochen - in den Heimatländern der Kunden wie in manchen Zielgebieten. Man müsse die regionalen Gegebenheiten stets differenziert sehen, sagte er: „Wenn Sie in einen Flieger nach Mallorca steigen, wo es eine niedrige Inzidenz gibt, werden Sie nach der Rückkehr keine größere Ansteckungsgefahr für andere sein, als wenn Sie zu Hause geblieben wären.“ Auch die mittelfristigen Buchungen für Reisen in die Karibik oder für Kreuzfahrten seien zuletzt wieder „deutlich angestiegen“.

Tui Cruises nutzt die Öffnung der griechischen Inseln für sich und steuert mit der „Mein Schiff 5“ auf die Inseln zu. Los geht es ab Kreta entweder nach Rhodos, Piräus und Chania oder Korfu, Katakolon und Piräus. Start der Route ist der 13. Mai.

Urlaub an Pfingsten: günstigere Flugtickets

Aktuell buchen Reisende für Pfingsten Flugtickets bis zu 52 Prozent günstiger als in den Vorjahren, zeigt der Flugpreis-Index des Online-Reiseanbieters „Skyscanner“. Die Auswertung zeigt auch: Die Deutschen träumen für Pfingsten besonders von Reisezielen in Europa. Auf Platz 1 liegt dabei die Türkei mit mehr als dreimal so vielen Anfragen als noch Anfang März. Aber auch Spanien oder Griechenland sind beliebt, auch nach Italien und den USA wird gesucht. Eine Alternative zum Reisen ist Dauercamping.

Derzeit sind vor allem die griechischen Inseln gefragt, für den Sommer werden auch viele Buchungen für Mallorca erwartet. Die Top-Fünf-Ziele für den Sommer sind: Kreta, Mallorca, Rhodos, Kos und die türkische Riviera. „Erste Tendenzen zeigen, dass insbesondere Griechenland von Familien sehr stark nachgefragt wird“, so Tui-Sprecher Aage Dünhaupt. National könnte Sylt wieder eine Option sein.

Tui rechnet weiterhin mit einem starken Trend zu kurzfristigen Buchungen. „In den Ferien im Juli und August ist es durchaus wahrscheinlich, dass die Flieger auf vielen Strecken im Mittelmeerraum und auf die Kanaren schnell ausgebucht sein werden“, schätzt Aage Dünhaupt. Tui wird nach eigenen Angaben 75 Prozent des Sommerangebots anbieten. Aus jetziger Sicht seien die Flugpläne stabil. Die eigene Flotte sei auf Griechenland, Spanien, Portugal und Zypern fokussiert. Fernreisen dürften – von ein paar Ausnahmen wie etwa Dubai, Kuba oder den Malediven abgesehen – noch länger brauchen. (Mit Material der dpa)

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte / dpa

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