Landesamt für Statistik veröffentlicht Daten

95.000 Niedersachsen suchen Hilfe bei Schuldnerberatung

Hannover – Unbezahlte Rechnungen von Telekommunikations-Unternehmen sind der häufigste Grund, warum Menschen in Niedersachsen zur Schuldnerberatung gehen. 

Fast 70 Prozent der rund 95.000 Personen, die sich im vergangenen Jahr beraten ließen, hatten Schulden bei einem Handy- oder Internetanbieter. Das berichtete das Landesamt für Statistik am Donnerstag.

Außerdem hatten viele Betroffene Schulden auch bei öffentlichen Gläubigern (46 Prozent), Banken (35) und Versicherungen (31 Prozent). Hauptauslöser für eine Überschuldung waren Arbeitslosigkeit (23), Trennung, Scheidung oder Tod des Partners (15) sowie Krankheit, Sucht oder Unfall (14 Prozent). Fast drei Viertel der Betroffenen hatten ein Monatseinkommen von unter 1.300 Euro.

Die Höhe der Schulden betrug bei knapp der Hälfte der Ratsuchenden weniger als 10.000 Euro. Die Schulden der übrigen Betroffenen waren zum Teil weitaus höher, durchschnittlich lagen sie bei rund 28.000 Euro.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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