Sturmschäden in Ostfriesland

75.000 Euro Spenden: Tornado-Opfer im Landkreis Aurich erhalten Hilfe

Häuser in Berumerfehn in der Gemeinde Großheide wurden im August von einem Tornado zerstört
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Häuser in Berumerfehn in der Gemeinde Großheide wurden im August von einem Tornado zerstört. (Archivbild)

Nachdem im Landkreis Aurich ein Tornado gewütet hat, sind rund 75.000 Euro Spenden zusammengekommen. Die Reparaturen laufen, doch die Schäden sind noch sichtbar.

Großheide – Ein Tornado brachte Mitte August im Landkreis Aurich große alte Bäume zum Umfallen, beschädigte Häuser und Wege. Nun sind bei einer Spendenaktion rund 75.000 Euro für die Betroffenen zusammengekommen. „Wir haben eine große Unterstützung erhalten“, so der Bürgermeister der betroffenen Gemeinde Großheide (Landkreis Aurich), Fredy Fischer (parteilos). Es sei beeindruckend, wie hilfsbereit die Menschen nach dem verheerenden Sturm seien. Der Tornado in Ostfriesland hatte schwere Schäden im Landkreis Aurich hinterlassen*.

Gemeinde in Niedersachsen:Großheide
Fläche:69,32 Quadratkilometer
Einwohner:8652 (Stand: 31. Dezember 2020)
Vorwahl:04936
Bürgermeister:Fredy Fischer (parteilos)

Am Montagabend des 16. August 2021 hatte der Tornado* in der kleinen Gemeinde gewütet. Dabei wurden mehr als 50 Häuser und Einrichtungen der Gemeinde zerstört. Ein Baum landete damals mitten in einem Gruppenraum eines Kindergartens. Ebenso wurden eine Schule und ein Museum beschädigt. Glücklicherweise wurde bei dem Unwetter niemand verletzt.

75.000 Euro Spenden für Tornado-Opfer in Ostfriesland: Geld kann bis Anfang Oktober beantragt werden

Jetzt soll das Geld möglichst schnell an die Betroffenen ausgezahlt werden, hat der Rat der Gemeinde in einer Spendenrichtlinie beschlossen. So sollen 75 Prozent der Spenden für beschädigte Wohnhäuser aufgewendet werden. In erster Linie sollen Menschen unterstützt werden, die keinen ausreichenden Versicherungsschutz haben. Die restlichen 25 Prozent sollen für die Reparatur oder den Aufbau von Stallgebäuden oder anderen wirtschaftlich genutzten Gebäuden ohne ausreichenden Versicherungsschutz verwendet werden.

Betroffene könnten bis Anfang Oktober einen Antrag stellen, so der Bürgermeister. Ob das Geld ausreiche, sei unklar: „Der Gesamtschaden ist noch nicht bezifferbar, weil uns die Schäden der einzelnen Häuser nicht vorliegen.“

Auch die Gemeinde hat nach dem Unwetter enorme Kosten zu tragen, so der Bürgermeister. „Wir gehen von einem Schaden von weit über 100.000 Euro aus, den die Gemeinde tragen muss und der nicht versichert ist“, erklärte Fischer mit Blick auf beschädigte oder zerstörte Bäume, Spielgeräte, Laternen und Fußwege. Nach dem Tornado mussten in der Gemeinde demnach mehr als 700 Bäume gefällt oder zurückgeschnitten werden. Auch an den Privathäusern laufen die Reparaturen bereits auf vollen Hochtouren.

Tornade wütet in der Gemeinde Großheide: Dringendste Arbeiten bis Frühjahr abgeschlossen

Aktuell geht Bürgermeister Fischer davon aus, dass bis zum Frühjahr die dringendsten Arbeiten abgeschlossen sein könnten. Das Bild der Gemeinde habe sich mancherorts verändert. So sei der Ortsteil Berumerfehn geprägt gewesen von alten, großen Bäumen. „Sehr viele davon sind weg“, so Fischer. Jetzt werden neue Bäume gepflanzt.

Inzwischen warnen sogar Experten davor, dass Tornados in Norddeutschland in Zukunft zunehmen könnten. Erst vor wenigen Tagen hatte heftiger Regenfall den Feuerwehren in Teilen Niedersachsens viel Arbeit beschert. Keller wurden leer gepumpt, Häuser gesichert. (Mit Material der dpa) * kreiszeitung.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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