Pflegenotstand

4000 Euro Gehalt für Pflegefachkräfte in Wohnpark-Pflegeheimen

Weil in den Wohnpark-Pflegeheimen in Cloppenburg, Ganderkesee und Wildeshausen die Pflegefachkräfte zur Mangelware werden, kommen hohe Gehälter ins Spiel.

Ganderkesee/Wildeshausen/Cloppenburg – Die Corona-Pandemie hat das Ausmaß des Mangels an Pflegekräften in Altenheimen und Krankenhäusern erst so richtig zum Vorschein gebracht. Derzeit eskaliert an den Kliniken im ganzen Land die Lage, weil schlicht zu wenig Personal vorhanden ist. Dabei ächzen die Fachkräfte schon lange unter der Überbelastung im Beruf und nicht erst seit Corona. Weil immer mehr Pflegefachkräfte ihrem Job den Rücken zukehren, hat sich der Betreiber der Wohnpark-Pflegeheime in Cloppenburg, Ganderkesee und Wildeshausen, Friedhelm Clasen, etwas besonderes überlegt, um seine Mitarbeiter zu halten.

Bundesland:Niedersachsen
Fläche:47.709,82 Quadratkilometer
Einwohner:8.003.421 (Stand: 31. Dezember 2020)
Regierungschef:Stephan Weil (SPD)

Dass es einen Notstand in der Pflege gibt, liegt nicht nur an den harten Arbeitsbedingungen, auch die Bezahlung ist bei der Überbelastung für viele Pflegekräfte schlicht zu wenig. So werden inzwischen Gehälter um die 4000 Euro für die Kräfte gefordert, jüngst schloss sich dieser Forderung sogar der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an*. Bis jetzt hat sich allerdings an der Bezahlung nicht viel getan.

Es mangelt an Personal in Pflegeheimen

Bis jetzt. Denn, wie die Nordwest-Zeitung berichtet, will der Betreiber der Wohnpark-Pflegeheime die Gehälter seiner Mitarbeiter auf eben diese 4000 Euro anheben – mindestens. Wie es in dem Bericht der Zeitung heißt, sollen obendrauf noch Zuschläge kommen – etwa für eine Wohnbereichsleitung oder ähnliches. Insgesamt sind in den Pflegeheimen „Am Fuchsberg“, „An der Hunte“ und „Lokschuppen“ 60 Pflegefachkräfte angestellt. Wie es heißt, wurde den Mitarbeitern die Gehaltserhöhung bereits am Donnerstag mitgeteilt. Angedacht sein soll so ein Stundenlohn von mindestens 14 bis 14,50 Euro.

Auch an Personal mangelt es aktuell in allen drei Pflegeheimen. Teilweise stünden Zimmer leer, obwohl genügend Anfragen vorhanden seien, so Jutta Jacobsen, Wohnpark-Verwaltungsleiterin, gegenüber der NWZ: „Es fehlt schlicht an genügend Personal.“

Um dem Fachkräftemangel Herr zu werden, will der Betreiber der Wohnpark-Pflegeheime in Cloppenburg, Ganderkesee und Wildeshausen seine Mitarbeiter besser entlohnen. (Archivbild)

So benötigen alle drei Einrichtungen dringend Personal, um den Betrieb weiter am Laufen zu halten für die knapp 500 Bewohner. Denn dies soll noch zusätzlich zu den Gehaltserhöhungen für Zufriedenheit bei den Pflegefachkräften sorgen: eine dickere Personaldecke. Man müsse nun dafür sorgen, dass die Mitarbeiter nicht die Lust an ihrer Arbeit verlieren, so Friedhelm Clasen gegenüber der NWZ. * kreiszeitung.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sebastian Kahnert/dpa

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