2200 Teilnehmer bei Trachtenumzug

300.000 Menschen feiern 35. Tag der Niedersachsen

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Trachtenumzug beim Tag der Niedersachsen 2017

Wolfsburg - Trachten, Tänze, Musik und Kultur: Zum 35. Tag der Niedersachsen sind am Wochenende mehr als 300.000 Besucher nach Wolfsburg gekommen. Höhepunkt war der traditionelle Trachtenumzug am Sonntagnachmittag mit mehr als hundert Gruppen und über 2200 Teilnehmern.

Der Festzug führte entlang der 1,7 Kilometer langen Festmeile durch die Innenstadt. Insgesamt hätten knapp 7000 Aktive an dem dreitägigen Programm mitgewirkt, sagte Stadtsprecher Dennis Weilmann. Auch die Polizei zog eine positive Bilanz: Das Landesfest verlief ruhig. 

Livemusik von neun Bühnen

Ministerpräsident Stephan Weil und Oberbürgermeister Klaus Mohrs (beide SPD) hatten am Samstag die 35. Auflage des Landesfestes offiziell eröffnet. Der Tag der Niedersachsen soll alle zwei Jahre die Vorzüge des Landes herausstellen und die Menschen mit den verschiedenen Regionen bekannt machen. 

Nachträgliche Ehrung des VfL Wolfsburg - deutscher Fußball-Meister und Pokalsieger der Frauen.

Auf der Bühne vor dem Rathaus empfingen Fans nach der Eröffnung die Fußball-Frauen des VfL Wolfsburg. Innenminister Boris Pistorius (SPD), Mohrs und VfL-Geschäftsführer Tim Schumacher ehrten die Deutschen Meister- und Pokalsiegerinnen der vergangenen Saison. 

Die Besucher flanierten bereits am Freitagnachmittag an rund 200 Informations- und Mitmachständen auf der Festmeile entlang. Dort präsentierten sich Vereine und Organisationen aus Sport und Kultur sowie Kommunen und Kirchen aus dem ganzen Land. Auf den neun Bühnen traten Sänger, Künstler und Trachtengruppen auf. Die Gäste feierten unter anderem mit den Musikern Tim Bendzko und Johannes Oerding sowie den Bands Marquess, Sweety Glitter & The Sweathearts und Jupiter Jones. 

Weiträumige Absperrung der Innenstadt

Die Polizei hatte die Innenstadt weiträumig abgesperrt. Mit großen Sandsäcken, Aluminiumsperren sowie Lastwagen, Treckern und Bussen als Blockade auf den Zufahrtsstraßen sicherte sie die Festmeile. Nach den jüngsten Terror-Attacken stand die Sicherheit deutlich stärker im Fokus als noch vor zwei Jahren in Hildesheim. Hunderte Polizisten waren im Einsatz, die Veranstaltung wurde durch ein Kamerasystem videoüberwacht.

Der Sonntag startete mit einem ökumenischen Gottesdienst. "Bereits am Vormittag strömten bei strahlendem Sonnenschein Tausende Menschen auf die Festmeile", sagte Weilmann. Auch viele Besucher trugen Trachten. 

Neben dem traditionellen Programm standen vor allem die Zukunftsthemen Digitalisierung und Mobilität im Mittelpunkt. Es gab eine Meile mit Exponaten zur Mobilität der Zukunft, Fahrzeug-Simulatoren für Kinder und 3D-Drucker sowie eine E-Gaming-Station. 

Wolfsburg war nach 1983 und 2005 zum dritten Mal Gastgeber. 2015 richtete Hildesheim das Fest aus, damals kamen rund 320 000 Besucher. 2019 wird der 36. Tag der Niedersachsen dann in Wilhelmshaven sein.

dpa

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