Neue Corona-Regeln im Supermarkt?

2G im Supermarkt: Aldi, Lidl und Edeka mit Corona-Regel nach Omikron-Gipfel?

Menschen warten in einem Supermarkt auf ihre Impfung mit dem Impfstoff Astrazeneca. Eine Ärztin verimpft mit ihrem Team rund 250 Dosen Astrazeneca
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Der Corona-Gipfel wurde aufmerksam von den großen Supermarkt-Ketten beäugt, da 2G als Corona-Regel wie ein dunkler Schatten über Aldi, Lidl, Edeka und Co. hängt.

Am 7. Januar gab es beim Corona-Gipfel viel Diskussionsstoff um 2G. Doch ändert sich mit den Corona-Regeln auch beim Einkauf im Supermarkt und Discounter etwas?

Hannover – Bisher sind Aldi, Lidl, Edeka und Rewe relativ verschont geblieben von der Corona-Pandemie. Und dennoch haben die großen Ketten der Supermärkte und Discounter wohl gespannt auf die Corona-Beschlüsse des Omikron-Gipfels am 7. Januar in Berlin geschaut. Vor allem die 2G-Plus im Restaurant und allgemein in der Gastronomie ließen wohl einigen Verantwortlichen von Aldi, Lidl, Rewe und Edeka das Herz für einen Moment in die Hose rutschen, dass auch 2G für Supermärkte und Discounter kommen könnte, um der Corona-Variante Omikron, die sich durch neue ungewöhnliche Symptome abzeichnet, Herr zu werden.

Doch wie verhält es sich ja jetzt eigentlich mit den Corona-Regeln im Supermarkt und im Discounter? Und kommen mit der 2G-Regel auch beim Einkauf bei Aldi, Lidl, Edeka oder Rewe noch Änderungen im Januar 2022 auf die Kundinnen und Kunden der sogenannten Grundversorger zu?

2G im Supermarkt: Kommen nach dem Omikron-Gipfel beim Einkaufen neue Corona-Regeln bei Aldi, Lidl, Edeka und Rewe auf Kunden zu?

Der Omikron-Gipfel in Berlin brachte einige Änderungen zutage, die Einfluss auf den zukünftigen Alltag der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger haben. Derweil gestalten sich die Einschränkungen und die Corona-Regeln im Supermarkt beim Einkaufen bei Aldi, Lidl, Edeka oder Rewe recht übersichtlich.

Corona-Gipfel: Corona-Regeln bei Aldi, Lidl und Edeka sowie Rewe bleiben bestehen – Maskenpflicht und Abstandsregel gilt weiterhin für Januar 2022

So bleiben auch nach dem Corona-Gipfel die gängigen Corona-Regeln im Supermarkt und bei Discountern auch im restlichen Januar 2022 bestehen. Im Vordergrund stehen dabei vorwiegend die Maskenpflicht und übliche Abstandsregeln.

In Niedersachsens Supermärkten musste schon vor dem Jahreswechsel verpflichtend eine FFP2-Maske getragen werden. Eine Corona-Regel, die im Einzelhandel des nördlichen Bundeslandes bereits seit Dienstag, 21. Dezember 2021, gilt und weiterhin auch in Supermärkten wie Aldi, Edeka, Rewe oder Lidl Bestand hat. In diesem Punkt reiht sich Bremen nahtlos ein, obwohl die FFP2-Maskenpflicht eine 14-tägige Kulanz erhält – trotz der ab Montag, 10. Januar 2022, ausgerufenen Warnstufe 4 in Bremen.

Zudem wird weiterhin eindringlich auf die Abstandregel hingewiesen. Der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen sollte auch in geschlossenen Räumen wie beispielsweise in Supermärkten wie Edeka oder Rewe oder Discountern wie Aldi und Lidl eingehalten werden. Vor allem im Hinblick auf die sich rasant verbreitende Corona-Mutation Omikron.

2G-Plus im Restaurant und der Gastronomie: Corona-Gipfel bringt einschneidende Änderungen – auch 2G im Supermarkt als neue Corona-Regel für Aldi, Lidl und Edeka?

Durch die Beschlüsse des Corona-Gipfels unterliegen mit 2G-Plus die Restaurants und die Gastronomie ohne Zweifel den strengsten Auflagen. Denn während in vielen Etablissements bisher nur die 2G-Regelung galt, wird diese nun bundesweit auf 2G-Plus ausgeweitet. Damit bekommen nur noch Geimpfte oder Genese, die zusätzlich einen negativen Corona-Test vorweisen können, Zugang zu Restaurants und Gaststätten sowie Kneipen und Bars.

Von der Testpflicht sind dabei lediglich Personen, die bereits ihre Booster-Impfung gespritzt bekommen haben, oder bei jenen, bei denen eine Genesung von einer Covid-19-Infektion nicht mehr als drei Monate zurückliegt, ausgenommen.

2G im Supermarkt: Keine neuen Corona-Regeln für Aldi, Lidl und Edeka nach Corona-Gipfel

Während sich Schüler zum Schulstart mit neuen Corona-Regeln in Schulen und Kitas auseinandersetzen müssen, sind 2G im Supermarkt oder weitere Corona-Regeln bei Aldi, Lidl, Edeka oder Rewe nach dem Corona-Gipfel nach wie vor kein Thema. Schließlich gehören Supermarktketten zu den „Grundversorgern“, die aufgrund des täglichen Bedarfs von verschärften Corona-Maßnahmen ausgenommen sind. Unabhängig vom Impfstatus ist ein Einkauf im Supermarkt somit weiter möglich.

2G-Regelung im Supermarkt und Discounter: Experten fordern Verschärfung der Corona-Regeln bei Aldi, Lidl, Edeka und Co.

Dennoch ist das Thema nicht endgültig vom Tisch, da Experten schon seit einiger Zeit eine Verschärfung der Corona-Regeln bei Aldi, Lidl, Edeka und Co. fordern. Solidarität ist hier das Stichwort für den Vorschlag, die 2G-Regelung im Supermarkt und beim Discounter einzuführen.

An vorderster Front kämpft hier der Vorsitzende der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz, Richard Werkmeister. Gegenüber der „Bild“-Zeitung sagte er: „Ich bin für eine strikte Auslegung der 2G-Regel – auch am Arbeitsplatz oder im Supermarkt. Denn ein Supermarkt ist als Innenraum, an dem viele Menschen zusammenkommen, gerade bei hohen Inzidenzen ein Ort, vor dem Krebspatienten berechtigterweise Angst haben.“ Als Alternative schlägt er vor, dass sich Ungeimpfte ihre Lebensmittel in Zukunft bringen oder liefern lassen sollten, um den unnötigen Trip in den Supermarkt zu vermeiden und Rücksicht auf gefährdete Bevölkerungsgruppen zu nehmen.

Nach Omikron-Gipfel: Auch weiterhin keine 2G-Regel im Supermarkt oder andere Corona-Regeln bei Aldi, Lidl, Edeka oder Rewe

Doch auch beim jüngsten Omikron-Gipfel sind seine Forderungen auf erneut auf taube Ohren gestoßen. Nach Ansicht von großen Supermarktketten wie Aldi, Edeka, Kaufland, Lidl oder Rewe wäre es nicht praktikabel, die 2G-Regel in ihren jeweiligen Filialen umzusetzen. Schließlich würde hiermit ein nicht unerheblicher Teil der Stammkundschaft wegfallen. Das hätte wiederum zur Folge, das enorme Umsatzeinbußen drohen – schon im Januar 2022.

Der finanzielle Aspekt spielt also auch eine Rolle, wenn die großen Supermarktketten in Deutschland 2G strikt und unisono ablehnen. Zwar dürfen Einzelhändler in den Bundesländern Niedersachsen und Hessen eigens darüber entscheiden, ob sie 2G zur Pflicht machen oder nicht, doch auch das wäre wohl eher Wunschdenken. Viel wahrscheinlicher ist hingegen, dass ungeachtet der Inzidenz die Discounter und Supermärkte den bestehenden Corona-Regeln inklusive Maskenpflicht und Sicherheitsabstand die Treue schwören. Ein Problem weniger für beispielsweise Edeka, die sich gerade sowieso mit Eckes-Granini im Preis-Streit* befinden. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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