Corona-Pandemie

2G im Einzelhandel in Niedersachsen: Kontrolle der Corona-Regel gibt Rätsel auf

Im niedersächsischen Einzelhandel soll ab Sonntag die 2G-Regel gelten. Doch es hapert an der Umsetzung der Corona-Regeln. Der Einzelhandel wartet noch auf Details.

Hannover/Oldenburg – Die Corona-Pandemie lässt Niedersachsen nicht los. Allein am Samstag, 11. Dezember 2021, gab es in Niedersachsen 27 Corona-Tote, in ganz Deutschland waren es 510. Daher hat die niedersächsische Landesregierung in dieser Woche bei den Maßnahmen in der neuen Corona-Verordnung noch einmal nachgebessert. Über Weihnachten soll die Warnstufe 3 gelten und ab Sonntag, 12. Dezember 2021, flächendeckend die 2G-Regel im Einzelhandel gelten. Ausgenommen davon sind Grundversorger wie Supermärkte, Apotheken oder Drogerien.

2G-Regel im Einzelhandel Niedersachsen: Einzelhändler warten weiterhin auf Details zur Umsetzung der neuen Corona-Regeln

Doch, wie soll die 2G-Regel im Einzelhandel in Niedersachsen ab Sonntag, 12. Dezember 2021, überhaupt umgesetzt werden? Geht es nach der Landesregierung in Hannover, soll diese hoheitliche Aufgabe durch die Einzelhändler übernommen werden. Doch die wissen noch überhaupt nichts davon, wie die neuen Corona-Regeln überprüft werden sollen und sind stinksauer.

Bundesland:Niedersachsen
Fläche:47.709,82 km²
Einwohner:8.003.421 (Stand: 31. Dezember 2020)
Ministerpräsident:Stephan Weil (SPD)

Vor dem Inkrafttreten der 2G-Regel im Einzelhandel in Niedersachsen wartet die Branche noch auf Details der Verordnung. Noch sei nicht klar, ob die Geschäfte alle Kunden vor dem Betreten kontrollieren sollen oder ob Stichpunktkontrollen ausreichen, sagte am Samstag Mark Alexander Krack, Hauptgeschäftsführer des Handelsverband Niedersachsen-Bremen, in Hannover.

2G-Regel im Einzelhandel Niedersachsen: Neue Maßnahme gilt ab Sonntag, 12. Dezember 2021

Wer nicht gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Infektion genesen ist, konnte am Samstag vorerst zum letzten Mal in den Innenstädten Niedersachsens shoppen gehen. Von Sonntag, 12. Dezember 2021, an, soll laut Landesregierung die 2G-Regel im Einzelhandel gelten. Darauf hatten sich Bund und Länder bereits in der vergangenen Woche verständigt. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind davon ausgenommen. Doch wenn es nach Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) geht, könnte die 2G-Regel in Niedersachsen bald auch für 12- bis 17-Jährige gelten.

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Lüneburg hatte jedoch am Freitag einen Teil der bestehenden Corona-Verordnung vorläufig außer Vollzug gesetzt. So darf beispielsweise laut einem Beschluss des OVG die 2G plus-Regel beim Frisör überhaupt nicht angewendet werden. Daher mussten die bestehenden Pläne noch einmal geprüft werden und die neuen Regeln gelten nun erst am Sonntag – und nicht schon am Samstag.

Im niedersächsischen Einzelhandel soll, wie hier in Oldenburg, die 2G-Regel gelten. Doch die Einzelhändler wissen nicht, wie sie das umsetzen sollen.

Der endgültige Text der neuen Corona-Verordnung habe am Samstagmittag noch nicht vorgelegen, sagte Krack. „Wenn das eine relativ offene Formulierung sein wird, also nicht festgelegt ist, wie die Kontrolle stattzufinden hat, dann könnte man auch über Stichprobenkontrollen nachdenken.“ Der Handel hoffe auf die Möglichkeit von Stichprobenkontrollen, weil sich sonst Schlangen vor den Geschäften bilden würden.

2G-Regel im Einzelhandel in Niedersachsen: Oldenburg beginnt bereits mit der Ausgabe von Bändchen

In vielen Städten – zum Beispiel in Oldenburg – wurde schon mit der Ausgabe von Armbändern begonnen, mit denen Kundinnen und Kunden ihren 2G-Status signalisieren. „Wir wollen damit ja am Montag starten“, sagte Krack. Er wünsche sich von der Landesregierung eine bessere Kommunikation, welche Regeln künftig gelten.

Der Kundenzuspruch in den Innenstädten sei am Samstagvormittag vergleichbar mit dem der vergangenen Woche gewesen. „Es war ein schleppender Start“, sagte Krack. Mit der Einführung der 2G-Regel in der neuen Woche dürften seiner Einschätzung nach auch zum Ende des Weihnachtsgeschäfts nicht mehr Kunden in die Innenstädte kommen.

Es fehlten die 30 Prozent der Kunden, die noch nicht geimpft oder genesen seien, sagte Krack. Umso wichtiger sei es, dass die verbliebenen Kunden vor allem in den kleineren inhabergeführten Innenstadtgeschäften einkaufen und ihre Geschenke nicht online bestellen. (Mit Material der dpa) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

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