Dreijähriger sei wohlauf

22-Jähriger nach Kindesentführung auf der Flucht

Hameln - Nach einer Kindesentführung im Landkreis Hameln-Pyrmont fahndet die Polizei nach einem 22-Jährigen. Der Mann steht im Verdacht, in Hessisch Oldendorf zunächst eine 36 Jahre alte Frau schwer misshandelt und massiv verletzt zu haben. Anschließend habe der 22-Jährige den drei Jahre alten Sohn des Opfers entführt, teilte die Polizei in Hameln am Freitag mit.

Das Kind wurde wenige Stunden nach der Tat am späten Mittwochabend von Fahndern in einer Flüchtlingsunterkunft in Hannover entdeckt.

Der Dreijährige sei wohlauf, sagte Polizeisprecher Jens Petersen. Seine Mutter dagegen erlitt unter anderem schwere Kopfverletzungen. Die 36-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht. Der Hintergrund der Tat ist den Ermittlern derzeit noch unklar. Der 22-Jährige, der sich als Flüchtling in Deutschland aufhält, stammt ebenso wie die 36-Jährige und deren Sohn aus Algerien.

Der 22-Jährige und die 14 Jahre ältere Frau hätten in der Vergangenheit "partnerschaftliche Kontakte" gepflegt, sagte Petersen. Der Mann sei aber nicht der Vater des Dreijährigen.

Am Mittwochabend hatte der Verdächtige die Frau in Hessisch Oldendorf aufgesucht und sie dann massiv geschlagen. Anschließend entführte er das Kind mit zunächst unbekanntem Ziel. Nachdem bei der Polizei ein Notruf eingegangen war, fanden die Beamten die Frau auf der Straße vor dem Mehrfamilienhaus, in dem sie wohnt. Die 36-Jährige war blutverschmiert und rief laut nach ihrem Kind. Als die Beamten den Jungen später in der Flüchtlingsunterkunft entdeckten, war der mutmaßliche Entführer verschwunden. Nach dem Mann wird bundesweit gefahndet.

dpa

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