Zur Befriedigung von Gewaltfantasien

20-Jähriger wollte Heimbewohner zu Tode quälen

Nordstemmen - Um seine Gewaltfantasien zu befriedigen, soll ein 20-jähriger Mann in einer Behinderten-Einrichtung im Kreis Hildesheim einen Mitbewohner fast zu Tode gequält haben.

Die Staatsanwaltschaft habe die Unterbringung des Mannes wegen versuchten Mordes aus niederen Beweggründen und gefährlicher Körperverletzung beantragt, teilte eine Sprecherin am Freitag mit.

Der 20-Jährige habe zugegeben, am Donnerstagabend den in seiner Bewegung eingeschränkten Mitbewohner in den Keller geschleppt und auf einen Stuhl gefesselt zu haben, sagte die Sprecherin. Dann habe er dem 39-Jährigen Unrat zwischen die Zähne gestopft und ihm den Mund verklebt. Anschließend habe er dem Opfer eine Tüte über den Kopf gezogen und verschlossen. Schließlich habe ein aufmerksam gewordener Betreuer den 20-Jährigen stoppen und das Opfer befreien können.

Der 20-Jährige wurde dem Haftrichter vorgeführt. Weil er im Zustand verminderter Schuldfähigkeit gehandelt haben soll, wurde er nicht in Untersuchungshaft genommen, sondern in der Psychiatrie untergebracht.

dpa

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