Drogenkontrolle eskaliert

19-Jähriger stirbt nach Polizei-Festnahme in Delmenhorst: Beschwerden abgelehnt

Blumen und Kerzen stehen im Wollepark in Delmenhorst
+
Blumen und Kerzen erinnern im Wollepark an einen verstorbenen 19-Jährigen.

Nach dem Tod eines 19-Jährigen in Delmenhorst sieht die Staatsanwaltschaft keinen Anlass für weitere Ermittlungen. Beschwerden der Angehörigen wurden abgelehnt.

Oldenburg – Die Generalstaatsanwaltschaft Oldenburg sieht nach dem Tod eines festgenommenen 19-Jährigen in Delmenhorst keinen Anlass für weitere Ermittlungen. Die Beschwerden der Angehörigen des Toten gegen die Einstellung der Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft Oldenburg seien zurückgewiesen worden. Das sagte die Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft, Carolin Castagna, am Dienstag und bestätigte entsprechende Medienberichte.

Stadt in Niedersachsen:Delmenhorst
Fläche:62,36 km²
Bevölkerung:77.607 (2019)
Oberbürgermeister:Axel Jahnz (SPD)

Die Polizei hatte den jungen Mann am 5. März in Delmenhorst wegen möglichen Drogenkonsums kontrolliert. Es kam zu einer Auseinandersetzung, bei der die Beamten auch Pfefferspray einsetzten. Später in der Gewahrsamszelle brach der 19-Jährige zusammen. Er starb einen Tag später in Oldenburg im Krankenhaus. Während die Polizei von einem Unglücksfall ausging, erhoben Angehörige und Freunde des Opfers schwere Vorwürfe gegen die Einsatzkräfte.

Tod eines festgenommenen 19-Jährigen: Staatsanwaltschaft lehnt Beschwerden ab

Sie zeigten die beteiligten Polizisten und die Rettungskräfte an – und forderten Aufklärung. Als die Staatsanwaltschaft Oldenburg die Ermittlungen einstellte, legten sie Beschwerde ein. Die Generalstaatsanwaltschaft habe wegen der Todesursache nicht selbst ermittelt, stellte Castagna klar. „Wir bewerten das im Rahmen des Dienstrechts.“ Die untergeordnete Behörde habe korrekt festgestellt, dass kein Fremdverschulden erkennbar sei.

Ein Unterstützerkreis der Familie bleibt indes bei den Vorwürfen gegen die Behörden. Die Ursache für den Tod des 19-Jährigen hat sich trotz mehrerer gerichtsmedizinischer Untersuchungen bislang nicht genau klären lassen. Rechtlich könne die Familie Beschwerde beim niedersächsischen Justizministerium einlegen, sagte Castagna. Unter bestimmten Bedingungen gebe es auch den Weg eines Klageerzwingungsverfahrens. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

Meistgelesene Artikel

Niedersachsen stellt neue Corona-Verordnung vor

Niedersachsen stellt neue Corona-Verordnung vor

Niedersachsen stellt neue Corona-Verordnung vor
Neue Corona-Verordnung: Niedersachsen setzt auf 2G-Regel

Neue Corona-Verordnung: Niedersachsen setzt auf 2G-Regel

Neue Corona-Verordnung: Niedersachsen setzt auf 2G-Regel
Fahranfänger fährt in Bikergruppe – Ein Toter und drei Verletzte

Fahranfänger fährt in Bikergruppe – Ein Toter und drei Verletzte

Fahranfänger fährt in Bikergruppe – Ein Toter und drei Verletzte
OSRAM: Anklage nach Gold-Diebstahl – Angestellter klaut 67 Kilo

OSRAM: Anklage nach Gold-Diebstahl – Angestellter klaut 67 Kilo

OSRAM: Anklage nach Gold-Diebstahl – Angestellter klaut 67 Kilo

Kommentare