Gut besuchtes Konzert im Gemeindehaus

150 Zuhörer hatten „Zeit für Musik“

Die Sopranistin Marianne Lohaus (rechts) begeisterte gemeinsam mit Pianistin Leta Henderson im Dielinger Gemeindehaus. Das niveauvolle Konzert des Duos stand unter dem Motto „Zeit für Musik“. Fotos (2): Mühlke

Dielingen - (hm) · Konzertbesucher und Fans klassischer Opern, Operetten und Musicals kamen am Sonntagabend voll auf ihre Kosten. Die Sopranistin Marianne Lohaus und Pianistin Leta Henderson, ein weithin bekanntes musikalisches Dua aus dem niedersächsischen Wagenfeld begeisterten im Dielinger Gemeindehaus 150 Zuhörer.

       Unter dem Motto „Zeit für Musik“ präsentierten die beiden Künstlerinnen ein breit gefächertes Repertoire und ließen mit einem beeindruckenden Klangerlebnis das Gemeindehaus erschallen.

„Ich hört ein Bächlein rauschen…“, begann Marianne Lohaus ihren Gesang mit dem Lied „Wohin?“ aus Franz Schuberts Liederzyklus „Die schöne Müllerin“ und setzte mit ihrer Stimme immer wieder neue Glanzlichter. Auch mit der Arie „Voi che sapete“ aus Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Le nozze di Figaro“ (Figaros Hochzeit) zeigte die Sopranistin ihr ganzes Können. Doch nicht nur mit klassischen Opernmelodien wusste Marianne Lohaus zu überzeugen. Leta Henderson begleitete sie am Klavier, wechselte oftmals auch zum elektronischen Klavier. „Ich habe mich lange geweigert ein elektronisches Instrument zu spielen, schließlich bin ich Pianistin, aber letztlich haben mich die Klangfarben des elektronischen Klaviers überzeugt“, erklärte die gebürtige Engländerin.

Mit ihrem Spiel überzeugte sie auch die Zuhörer auf ganzer Linie. Dazu erklärte die ausgebildete Konzertpianistin mit einem herrlich englischen Akzent nicht nur die Lieder und führte charmant durch das Programm, sondern plauderte auch aus dem Leben der Marianne Lohaus und ihrem eigenen. So erfuhren die Zuhörer, dass beide seit fast 15 Jahren gemeinsam Musik machen. Durch einen Zufall seien sie zusammen gekommen, als sie im niedersächsischen Wagenfeld Nachbarinnen wurden.

Zuvor hatte Leta Henderson in London Klavier studiert, Marianne Lohaus studierte Gesang. Leta Henderson begleitet seither Marianne Lohaus nicht nur musikalisch, sie ist auch als ihr Gesangscoach verantwortlich für die wunderbare Weiterentwicklung ihrer Stimme. Für alle die gerne singen, haben die beiden Musikerinnen Seminare ins Leben gerufen, in denen der Umgang mit der eigenen Stimme geschult wird. „Ein solches Seminar würden wir auch gern im Dielinger Gemeindehaus anbieten“, verriet Marianne Lohaus.

Mit ihren Konzerten unterstützen die Künstlerinnen die Arbeit der deutschen „Herman van Veen Stiftung“, die sich um die Rechte der Kinder in der ganzen Welt kümmert. „Wir wollen als Ausgleich für unseren Erfolg etwas an bedürftige Kinder zurückgeben, denn Kinder sind unsere Zukunft“, sagte Marianne Lohaus.

Mit „Ich gehör nur mir“ oder „One moment in time“ bot Marianne Lohaus einen wahren Ohrenschmaus, bevor sie mit „Ich hätt´ getanzt heut Nacht“ aus dem Musical „My fair Lady“ beschwingt eine kurze Rast einläutete. Die Konzertpause nutzten die Besucher, sich bei kleinen Snacks und Getränken zu stärken, für die das Organisationsteam des Vereins „Raum für Gemeinde“ verantwortlich zeichnete.

Mit Carl Loewes Kunstlied „O süße Mutter“ starteten die beiden Musikerinnen in den zweiten Teil des Abends. Voller Leidenschaft für die Musik band sie auch die Zuhörer in das Konzert ein und Peter Maffays „Über sieben Brücken“ schallte als gemeinsame Chordarbietung durch das Gemeindehaus. Natürlich fehlte auch der Titel „Schlösser, die im Monde liegen“ aus Paul Linckes Operette „Frau Luna“ nicht. Mit diesem Lied hatte Marianne Lohaus als Finalistin beim internationalen Gesangswettbewerb „Una Voce Particolare“ des niederländischen TV-Senders NCRV vor Millionenpublikum teilgenommen. Sie wurde eine der sieben Preisträgerinnen des Wettstreits, der in Holland, Belgien und Luxemburg ausgestrahlt wurde.

Mit stehenden Ovationen verabschiedete das Publikum die erstklassigen Musikerinnen nach dem rund zweistündigen Konzert. Und mit der Zugabe „Amazing Grace“ lief es den Zuhörern ein letztes Mal an diesem Abend wohlig warm über den Rücken. Sichtlich genossen die Zuhörerinnen und Zuhörer auch diese schöne Weise.

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