Ferienkinder drehten Film mit der „Trickboxx“ des TV-Senders Ki.Ka / 30 Sekunden am ersten Drehtag gefilmt

Ein Zauberschüler kam zu spät

Ein Teil der 17-köpfigen Filmcrew vor der mittelalterlichen Zauberschule (v.l.): Thilo (8), Joan (9), Noah (9), Leo (8) und Marek (8) drehten mit der Trickboxx des TV-Senders Ki.Ka einen Kurzfilm.Fotos (3): Pröpper

Wehdem - (kp) „Licht, Kamera, Action“ so kennt man die Ausrufe eines Regisseurs, wenn eine Filmszene gedreht werden soll. Im Life House, wo 17 Kinder an drei Tagen mit Hilfe der „Trickboxx“ des TV-Senders Ki.Ka einen Stop-Motion-Trickfilm entstehen ließen, lauteten die Anweisung dagegen „Mehr nach rechts, noch ein Stück, Stopp.“

Bild für Bild entstand im Wehdemer Jugendzentrum im Rahmen des „Ferien in Stemwede“-Programmes ein Kurzfilm. Ein Computerprogramm speicherte die Bilder und fügte sie aneinander. So kam Bewegung in die Geschichte.

Acht Bilder pro Sekunde, also 480 Bilder pro fertiger Filmminute, hatten die 17 Ferienkinder mit Playmobil-Figuren zu arrangieren und mussten dabei immer darauf achten, dass weder Kamera noch Kulisse bewegt werden durften. Ganz schön anstrengend und langwierig, wie die Filmemacher bereits am ersten Drehtag merkten. Ein paar Stunden hatten sie gebraucht, um 30 Sekunden Film zusammen zu bekommen.

Vor Drehbeginn musste erstmal eine erzählenswerte Geschichte her. Bei einem Vortreffen sammelte das junge Filmteam Ideen und verfasste ein Storyboard, der „Fahrplan“ für die Dreharbeiten, auf dem die einzelnen Szenen in kurzen Anweisungen und Skizzen vermerkt wurden.

„Die Burg hatte eines der Kinder mitgebracht und die sollte unbedingt mit“, erklärte „Regisseurin“ Saskia Hake vom Vortreffen, „die Geschichte entstand dann um die Burg herum“. Auch um die Kostüme der Hauptdarsteller kümmerten sich die Kinder. Zauberhüte, Umhänge und Zauberstäbe entstanden in Eigenregie. Das restliche Equipment kam vom Kinderkanal von ARD und ZDF. Die „Trickboxx“ (ein großer Holzkasten), Lampen, die Kamera und ein Computer zum Beschneiden des Films wurden dem Life House zugestellt und eine anderthalbstündige Einweisung in die Technik gab es obendrauf.

Weil immer nur eine kleine Gruppe an der Kulisse arbeiten konnte, beschäftigte Betreuerin Anik Hodde die anderen Ferienkinder auf dem Wehdemer Schulgelände mit verschiedenen Spielen.

Am Set durfte derweil jeder mal Hand anlegen. Nacheinander platzierten die Kids den kleinen Playmobil-Zauberer, bevor Saskia Hake das Standbild mit dem Computer, der eine Digitalkamera steuerte, festhielt. Ton, Musik und Spezialeffekte sollten am letzten Drehtag nachträglich eingefügt werden.

Die Geschichte des Films „Die Entstehung des Life Houses“ spielt an einer mittelalterlichen Zauberschule. Der Unterricht beginnt und fast alle Hexen und Zauberer sind pünktlich in der Burg. Einer aber kommt zu spät zur Schule und steht vor verschlossenen Toren. Da er ja ein junger Magier ist, will er sich einfach in den Unterrichtsraum hineinzaubern. Doch dabei geht etwas gehörig schief...

Das überraschende Ende wird an dieser Stelle nicht verraten. Jedes Kind soll am Ende eine DVD mit dem fertigen Streifen erhalten. Wer möchte, kann sich den Film, sobald er fertig ist, im Internet auf der Homepage des Kinderkanals unter der Rubrik Fernsehen/Trickboxx ansehen. Wenn er richtig gut wird, wird er sogar in der Ki.Ka-Fernsehsendung „Trickboxx“ gezeigt.

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