Anita Klostermann 60 000. Blutspenderin in 55 Jahren

„Zapftermin“ mit besonderen Jubiläen

60 000. Spenderin in Stemwede: Anita Klostermann wurde von Reinhold und Ulrike Gralla, Margret Büning und Kurt Bergatt liebevoll umsorgt.

Levern (ges) · Reinhold Gralla, engagierter Blutspendebeauftragter des DRK-Ortsvereins Stemwede, und Vorsitzender Kurt Bergatt hatten beim jüngsten Blutspendetermin im evangelischen Gemeindehaus in Levern gleich zweifachen Grund zur Freude:

Bei Klaus-Dieter Wilczkowiak aus Blasheim registrierten beide die 100. Spende, und Anita Klostermann aus Levern war die 60 000.Spenderin in der 55-jährigen Stemweder Blutspendegeschichte.

Natürlich hatte der erst jüngst für drei Jahre wiedergewählte Vorsitzende Kurt Bergatt aus dem besonderen Anlass Präsente mitgebracht. Klaus-Dieter Wilczkowiak erhielt seinen Blumenstrauß gegen 17 Uhr. Anita Klostermann durfte sich kurz nach 19 Uhr über den „blumigen Dank“ freuen.

Insgesamt ließen sich bei der Blutspendeaktion in Levern 96 Spendewillige, darunter auch ein mutiger Erstspender, einen halben Liter Lebenssaft „abzapfen“. Die nächste Gelegenheit, Gutes zu tun, besteht bereits am kommenden Sonntag von 12 bis 17 Uhr im Rahmen der Messe „Gesund und fit in Stemwede“ im DRK-Blutspendemobil vor der Begegnungsstätte in Wehdem. Der nächste offizielle Blutspendetermin des DRK Stemwede findet am Donnerstag, 7. Oktober, von 16 bis 20 Uhr im Gemeindehaus in Dielingen statt. „Dort wird auch ein 150-maliger Spender erwartet“, kündigt Reinhold Gralla schon vorab an.

Der in Blasheim wohnende Klaus-Dieter Wilczkowiak (50) fühlt sich dem DRK-Ortsverein Stemwede schon seit Jahren eng verbunden. Er hat in früheren Jahren in Levern gewohnt gearbeitet und freut sich bei jedem Besuch, wenn er alte Weggefährten wiedertrifft. „Mehr als 90 der 100 Blutspenden habe ich in Levern abgegeben“, erinnert sich der heutige Lübbecker, „weil es manchmal terminlich nicht passte, ein paar auch in Blasheim.“

Seit 31 Jahren geht der 50-Jährige zum Blutspenden. Er erinnert sich noch gut ans erste Mal: „Ich war damals bei der Bundeswehr, wer zum Blutspenden ging, erhielt einen Tag Sonderurlaub.“ Heute gibt es den freien Tag nicht mehr, Wilczkowiak ist dennoch dabeigeblieben, „weil es mir danach immer gut geht und mir sehr daran gelegen ist, anderen Menschen zu helfen“.

In der ersten Zeit spendete er einmal jährlich, später dann zwei Mal und heute sogar vier Mal im Jahr einen halben Liter seines kostbaren Blutes. „Wenn es meine Gesundheit zulässt, dann werde ich wohl noch bis zu meinem 68. Lebensjahr weitermachen“, sagte der Jubilar und machte deutlich, „dass ich es dann wohl auch auf 150 Spenden und mehr bringen werde“.

Als Kurt Bergatt und Reinhold Gralla Anita Klostermann als 60 000. Spenderin begrüßten, erinnerten sie an die langjährige Blutspendegeschichte in Stemwede. In der Anfangszeit lagen noch mehrere Jahre zwischen den Terminen. Nach dem ersten Blutspenden bei Meyer-Pilz in Levern am 10. Dezember 1955 folgte der zweite Termin an gleicher Stelle erst am 24. März 1960 und der dritte wiederum erst zweieinhalb Jahre später am 5. Dezember 1962.

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