300 Feuerwehrkameraden beim festlichen Zeremoniell / Mehrere 100 Zuschauer

Zapfenstreich für Grötemeier

Bürgermeister Gerd Rybak überreichte Dieter Grötemeier im Beisein vieler Feuerwehrkameraden die Urkunde.

Oppendorf - (hm) · Mit dem Großen Zapfenstreich hat die Löschgruppe Oppendorf, unter Mithilfe der Kameraden der Feuerwehr Stemwede, ihrem stellvertretenden Gemeindebrandinspektor Dieter Grötemeier ihren Dank und Anerkennung zum Ausdruck gebracht. Grötemeier war 36 Jahre lang in der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz.

Mit brennenden Fackeln setzten sich die Kameraden, unter Kommando Ulrich Schillers zur Mitte des Oppendorfer Sportplatzes in Bewegung, musikalisch wurde der Große Zapfenstreich vom Spielmannszug Oppendorf unter der Leitung von Melanie Barkhüser und dem Blasorchester Handorf-Langenberg unter der Leitung von Peter Scholz begleitet.

Hierzu gab Manfred Piper, Löschgruppenführer der Oppendorfer Wehr einige Informationen zu der ranghöchsten Abhandlung bei der Krönung eines festlichen Anlasses.

„Aus Überlieferungen ist bekannt, dass schon die Landsknechte des späten 15. Jahrhunderts wussten, was die Stunde geschlagen hatte, wenn sie aus den Gaststuben in ihre Zelte zurückgerufen wurden. Dazu ging ein Vertreter der Militärgerichtsbarkeit in Begleitung eines Pfeifers oder Trommlers durch die Gasthäuser und schlug mit seinem Stock auf die Zapfen der Fässer. Nun wussten die Wirte, dass sie keine Getränke mehr ausgeben durften. Die Soldaten mussten ins Lager zurückkehren. Die Landsknechte nannten diese musikalische Anordnung Zapfenstreich.

In den Städten waren es nicht nur die Soldaten, die sich nach dem Zapfenstreich richten mussten, auch für die Bürger hatte er Gültigkeit. Für die Menschen vor den Stadttoren kündigten die Spielleute schon eine halbe Stunde früher durch das Locken von den Zinnen der Stadtmauer den nahen Zapfenstreich an.

Aus dem 18. Jahrhundert ist bekannt, dass in den Städten mit größeren Truppenbelegungen die Spielleute eine kleine Abendserenade musizierten, bevor sie sich zum Zapfenstreich in die Stadt begaben.

Als zu Beginn des 19. Jahrhunderts durch die Erfindung der Ventile große Blasorchester entstanden, wurden die Rituale zu besonderen Anlässen als Attraktionen aufgeführt.

Preußenkönig Friedrich Wilhelm der II. weitete den Zapfenstreich um das Präsentieren der Gewehre, ein stilles Gebet und das Spielen eines Militärliedes aus. Seit dem Jahr 1922 wird zum Abschluss das Deutschlandlied gespielt.“

Der Große Zapfenstreich ist das höchste militärische Zeremoniell der Bundeswehr und stellt eine Kunstform des einstigen militärischen Zapfenstreichs dar. Vor dem Großen Zapfenstreich er klingt die Serenade, Ehrengast Dieter Grötemeier hatte sich hierfür drei Märsche gewünscht.

„Der Lockmarsch und dann Preußens Gloria“, „Alte Kameraden“ und „In Harmonie vereint“.

Die ergreifende Aufführung verfolgten einige Hundert Zuschauer und verharrten am Rande des Sportplatzes bis zum Ende der feierlichen Zeremonie, obwohl sich zu Beginn die Himmelsschleusen öffneten und ein kräftiger Schauer auf alle Beteiligten und Besucher niederprasselte.

Im Anschluss überreichte Bürgermeister Gerd Rybak dem „Feuerwehrhäuptling“, dessen Zeit abgelaufen ist, wie Grötemeier es selbst schmunzelnd bezeichnete.

„Rund 300 Feuerewehrkameraden haben Dir den Rücken gestärkt bie dieser Zermonie, genauso, wie sie es seit 36 Jahren getan haben“, sagte Bürgermeister Rybak und ließ Grötemeiers bisherigen Lebensweg noch einmal Revue passieren: „Dieter Grötemeier wurde im August 1950 in Niedermehnen geboren und wohnt seit der Hochzeit mit seiner Frau Hannelore in ihrem Elternhaus in Oppendorf.“ Als Kraftfahrer bei Barre Bräu in Lübbecke ist er schon viele Jahre tätig. In seiner Freizeit widmete er sich der Feuerwehr, der er am 1.Februar 1974 beitrat. Nach den Beförderungen zum Feuerwehrmann und Oberfeuerwehrmann wurde er 1981 zum Unterbrandmeister, 1985 zum Brandmeister, zwei Jahre später zum Oberbrandmeister, 1990 zum Hauptbrandmeister und im Jahre 2002 zum Gemeindebrandinspektor befördert. 15 Jahre lang war er Löschgruppenführer in Oppendorf. Von 1989 bis zum Erreichen der Alters-Ehrenabteilung in 2010 war er stellvertretener Gemeindebrandinspektor. Grötemeier wurde schon 1994 zum Ehrenbeamten ernannt.

Viele Lehrgänge und Leistungsnachweise hat er in diesen Jahren absolviert. Nach den Dienstzeitehrenzeichen in Silber und Gold wurde er 2009 mit dem Verdienstkreuz in Silber ausgezeichnet.

Bevor auch Gemeindebrandinspektor Joachim Lübke seine Glückwünsche übermittelte, überreichte der Bürgermeister ihm die Urkunde und hatte zudem für Dieter Grötemeier und seine Frau Hannelore ein Geschenk mitgebracht.

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