Der 16-jährige Hobbyautor Marcel Hartlage aus Pr. Ströhen veröffentlicht Kurzgeschichten bei „e-stories“

Wunsch: „Einmal ein ganzes Buch schreiben“

Junger Hobbyautor mit großen Zielen: Der 16-jährige Marcel Hartlage aus Pr. Ströhen hat sich schriftstellerisch viel vorgenommen.

Pr. Ströhen - (Art) · Tagsüber drückt der 16-jährige Marcel Hartlage aus Pr. Ströhen wie andere Jugendliche die Schulbank. Abends sitzt er an seinem Rechner und schreibt Kurzgeschichten. Sein Traum: „Einmal ein ganzes Buch zu schreiben.“

Während andere Heranwachsende den Abend vor dem Fernseher verbringen, sitzt Marcel im Büro seines Vaters, das auch für zum Arbeitszimmer geworden ist, und schreibt. „Da hab ich die meiste Ruhe, um mir spannende Dinge auszudenken.“

Was bewegt einen jungen Menschen von heute im Zeitalter von Actionfilmen, Computerspielen und der Flut an neuen Medien, zu „Stift und Feder“ zu greifen und der Phantasie freien Lauf zu lassen?

„Ich war knapp zwölf, als ich angefangen habe zu schreiben“, erzählt Marcel. „Ich hab viel gelesen und dann kam ich irgendwie auf die Idee, es selbst einmal zu versuchen.“ Fantasy- und Horrorgeschichten sind sein Metier. „Die Bücher meines Lieblingsautors Stephen King haben mir viele Anregungen geliefert.“ Eine Kurzgeschichte nach der anderen entstand. Der junge Autor, der derzeit noch die Realschule besucht, suchte nach einer geeigneten Möglichkeit, seine Texte zu veröffentlichen. „Eher zufällig stieß ich im vergangenen Jahr auf die Internetplattform e-stories.“ Hier veröffentlichen bereits Tausende von Autoren ihre Kurzgeschichten, Gedichte, Geschichten und Romane aus allen Kategorien und in verschiedenen Sprachen kostenlos online.

Auch Marcel stellte nach und nach seine Kurzgeschichten, von denen es ständig mehr werden, und mittlerweile auch Gedichte, ein. Mehr als 30 sind es bisher, seine letzte Geschichte ist kurz vor Weihnachten erschienen. „Das ist längst nicht alles, was ich geschrieben habe“, sagt er. „Denn einige Geschichten hab ich nie fertig geschrieben, weil sie mir nicht mehr gefielen.“ Andere warten noch darauf, fertig gestellt zu werden.

Der Realschüler, dessen Lieblingsfach Deutsch ist, erhofft sich von der Veröffentlichung seiner Texte im Netz auch konstruktive Kritik, mit deren Hilfe er seinen Schreibstil noch verbessern kann. „Die Erwartung hat sich erfüllt, denn ich habe auch schon von erfahreneren Autoren Rückmeldungen bekommen.“ Viel Lob spiegelt sich in den Kommentaren der Leser und Gleichgesinnter wider. „Das Verfassen der Texte geht selbstverständlich mit dem Nachdenken über Sprache und ihren Einsatz einher“, erklärt Marcel.

Marcels Geschichten begeistern jedoch nicht nur die Online-Leser, sondern auch seine Freunde, die er in regelmäßigen Abständen zum Korrekturlesen „verdonnert“. „Einer meiner Kumpels war so begeistert, dass er jetzt auch schon drei Geschichten veröffentlicht hat. Und auch Marcels zwölfjähriger Bruder Maurice hat durch die Texte seines Bruders „Blut geleckt“ und seine erste Geschichte eingestellt.

Im Juli brachte Marcel bei der Schülerlesung im Rahdener Kulturbahnhof mit der Kurzgeschichte „Der Klosterfriedhof im Schnee“ die Zuhörer zum Schaudern.

Sein langfristig gehegter Wunsch, Schriftsteller zu werden, wartet momentan jedoch noch in weiter Ferne. „Ich hab’s schon mal probiert, aber die Schule nimmt mich zu sehr in Anspruch, um mich langfristig auf eine durchgehende Handlung zu konzentrieren.“ Das wird wohl auch noch ein wenig so bleiben, denn nach dem Realschulabschluss im kommenden Jahr will Marcel auf alle Fälle weiter die Schulbank drücken. Doch mit „Mehrteilern“ arbeitet er konsequent auf sein anspruchsvolles Ziel hin. Bei der Geschichte „Der letzte Pfad“ verfasst er gerade das fünfte Kapitel.

„Mir gefällt es, über Dinge zu schreiben, die der menschliche Verstand nicht begreifen kann, die übernatürlich und unheimlich sind und eine Faszination hervorrufen, die einen erschaudern lässt.“

Wie andere Jugendliche in seinem Alter, geht Marcel auch „ganz normalen“ Hobbys nach. Auch wenn seine andere Lieblingsbeschäftigung ebenfalls nicht ganz alltäglich ist: Breakdancen. Erst kürzlich sorgte der 16-Jährige bei der Espelkamper „Nacht der Komödianten“ mit der Breakdance-Formation „Soul Rockerz“ für Aufsehen. „Tanzen und Schreiben ist eine untypische Mischung“, gibt der 16-jährige zu. „Aber es macht Spaß – und nur das zählt.“

Weitere Infos gibt es online unter:http://www.e-stories.de/view-autoren.phtml?mhar7.

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