Arbeiten an der Domkapelle in Levern abgeschlossen / Spende der Sparkasse

Würdiger Gedenkraum

Blick ins Gebälk: Presbyter Fritz Thoms-Meyer, Kirchmeisterin Luise Spreen-Ledebur und Pfarrer Thomas Horst (v.l.) zeigten Ralf Brune (2.v.l.) von der Sparkasse Minden-Lübbecke, wohin die 1000-Euro-Spende geflossen ist. ·
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Blick ins Gebälk: Presbyter Fritz Thoms-Meyer, Kirchmeisterin Luise Spreen-Ledebur und Pfarrer Thomas Horst (v.l.) zeigten Ralf Brune (2.v.l.) von der Sparkasse Minden-Lübbecke, wohin die 1000-Euro-Spende geflossen ist. ·

Levern - In einem würdigen Gedenkraum hängen die Leverner Namenstafeln für die Opfer beider Weltkriege nach den umfangreichen Restaurationsmaßnahmen am Turm der Stiftskirche Levern. Davon überzeugte sich gestern Ralf Brune, Leiter der Leverner Sparkassen-Geschäftstelle.

Sein Arbeitgeber hatte 1000 Euro für die Sanierung, die kostspieliger wurde als anfangs gedacht, gespendet. Kirchmeisterin Luise Spreen-Ledebur, Pfarrer Thomas Horst und Presbyter Fritz Thoms-Meyer führten den Bänker in die Domkapelle und dankten ihm.

Der von Pfarrer Horst vor dem Umbau als „häßliche Ecke“ bezeichnete Raum erstrahle nun in einem neuen Glanz, sagte die Kirchmeisterin erfreut. Vor den Sanierungsmaßnahmen seien die Balken in eine Hülle aus Stroh und Putz gehüllt gewesen.

Eigentlich sollte der Eingangsbereich des Kirchturmes nur neu verputzt werden. Als die Presbyter erste Putzteile abschlugen, habe das Gebälk noch recht funktionstüchtig gewirkt, so Spreen-Ledebur. Auch eine Probebohrung habe keine Auffälligkeiten ergeben.

Als dann aber die Maurer Hand anlegten und den Restputz entfernten, habe man gemerkt, das von den Balken kaum noch etwas zu erhalten war. Einige Teile der maroden Holzkonstruktion mussten ausgewechselt werden, was das ursprünglich eingeplant Baubudget von  6000 Euro auf rund 25 000 Euro hochschnellen ließ.

Die Domkapelle sei Teil des ursprünglich romanischen Turms, wusste die Kirchmeisterin. „Den dicken Turm hat man früher einfach drumherum gesetzt.“ Der Kapellenraum sei um 1960 eingerichtet worden, erklärte Horst. „Man wollte es ganz fein machen, deshalb hat man das Holz verkleidet. Das war auch gut gedacht.“ Der weiße Putz hätte einen schönen Kontrast zu den Namenstafeln gebildet. „Er hat aber leider auch dazu geführt, dass die Belüftung für das Holz fehlte“, so der Geistliche. Deshalb sei es zu aufsteigender Feuchtigkeit gekommen, das Gebälk begann zu gammeln.

„Der Raum wirkt meiner Ansicht nach schöner“, gab Ralf Brune eine Einschätzung ab. Nach Absprachen mit dem Unteren Denkmalamt und der Oberen Denkmalbehörde sowie dem Baudezernat des Landeskirchenamtes beauftragte die Kirchengemeinde die Zimmerei Möller aus Tonnenheide. Mit dieser hatte Dr. Barbara Pankoke vom Amt für Landschafts- und Baukultur des Landschaftsverbandes gute Erfahrungen gemacht. Der Einsatz sparte bares Geld, fielen doch die Kosten für Architekt und Statiker weg. „Es wäre nicht besser geworden“, sagte Luise Spreen-Ledebur rückblickend. · kap

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