„Heiden-Reich‘s Pleasuredome“: Noch kein Eröffnungstermin in Sicht

„Wir machen weiter“

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Nach anfänglichen Eröffnungsplänen will Daniela Mügebeer für ihre Diskothek „Heiden-Reich‘s Pleasuredome“ keinen bestimmten Eröffnungstermin mehr nennen. ·

Oppenwehe - Von Kai Pröpper. Daniela Mügebeer und ihr Team warten. Sie warten auf Post vom Kreis Minden-Lübbecke, bei dem Mügebeer einen Antrag zum Betrieb einer Diskothek gestellt hat.

Als sie vergangenes Jahr nach Stemwede kam, gab es noch den Plan, „Heiden-Reich‘s Pleasuredome“ Ende November 2012 zu eröffnen und damit einer Kult-Einrichtung für alternative Musik neues Leben einzuhauchen. Doch das ist ein Jahr her. Mittlerweile will die Besitzerin mehrerer Boutiquen sich nicht mehr auf einen bestimmten Eröffnungstermin festlegen.

„Wir haben noch nichts gehört und warten immer noch auf die Baugenehmigung vom Kreis, damit wir hier den Rest umbauen können“, sagte Mügebeer gestern auf Nachfrage unserer Zeitung. Es gehe jetzt nur noch darum, „eine Unterschrift zu kriegen“. „Wir sind noch nicht weg, wir sind hier“, wiederspricht sie Gerüchten, sie und ihr Team hätten Oppenwehe und dem Projekt „Pleasuredome-Reanimation“ längst den Rücken zugekehrt. In Stemwede habe sie sich als Bürgerin gemeldet.

Zu bauen gilt es beispielsweise zwei Schallschutzmauern auf dem Parkplatz neben der Boutique – um ein Nachbargrundstück abzugrenzen – sowie auf der Parkfläche auf der gegenüberliegenden Straßenseite (zur Straße hin). Mit dem Bau der Wände könne jedoch erst begonnen werden, wenn die Baugenehmigung vom Kreis da sei, meint Mügebeer. „Vorher dürfen wir noch gar nichts bauen.“ Es könne sein, dass der Kreis auch noch Unterlagen vom Besitzer des Parkplatzes südlich der Oppenweher Straße benötige. Das sei dann aber nicht ihre Sache, sondern die des Platz-Besitzers.

Stellt der Bau von Lärmschutzwänden kein finanzielles Hindernis dar? Mit dem Bauamt habe sie sich abgesprochen, sagte Mügebeer. Man habe bereits mehr in den Umbau des Hauses investiert, als die Errichtung der Mauern kosten würde. „Die Schallschutzmauern sind für uns kein Hindernis, den Laden zu eröffnen. Wir machen weiter.“ Ihre Boutique neben dem Diskotheken-Gebäude laufe gut, erklärte sie. Kunden seien meist Szenegänger, „aber die Leute kommen“.

Der Kreis könne wegen des laufenden Verfahrens zu dem Vorhaben in Oppenwehe nichts sagen, so Kreissprecherin Sabine Ohnesorge. Ein „Ablaufdatum“ für Anträge gebe es nicht. Änderungen könne der Kreis fordern, aber ein Beantragungsverfahren unterliege keiner Frist.

Behauptungen aus dem Ort, dass er mittlerweile gerichtlich gegen die Disko-Betreiberin in spe vorgehe, wiederspricht der direkte Nachbar Claus-Michael Hacker, der die Eröffnung kritisch betrachtet. Er fordere in Sachen Schallschutz nichts, was über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehe. Der Kreis habe für die Oppenweher Diskothek Auflagen erhoben, die nachgebessert werden müssten.

Auf der offiziellen Homepage von „Heiden-Reich‘s Pleasuredome“ (http://www.pleasuredome-oppenwehe.de) tat sich lange Zeit nichts. Seit einigen Tagen mehren sich jedoch die Beiträge. So schrieb Daniela Mügebeer gestern Nachmittag zum Stand der Arbeiten in der Diskothek: „Cocktailbar und Spielhalle sind schon seit einiger Zeit einsatzbereit. Musik und Licht steht. Traverse steht (musste durch Vorschriften errichtet werden). Das Gate (kleine Disco) ist außer ein paar kleinen Handgriffen fertig. Die Fluchttür zur Teestube ist drin und auch der Ausgang in der Küche ist drin. Im Moment erhält die Kneipe und ehemalige Teestube den letzten Schliff. Durch die Wartezeit haben wir nun auch Kleinigkeiten schon in Angriff genommen, die sonst gewartet hätten.“

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