Kreisjugendblasorchester inszenierte bei seinem Neujahrskonzert in der Begegnungsstätte eine musikalische Zeitreise

Winterwonne und Wildwest-Feeling

Das Kreisjugendblasorchester Minden-Lübbecke und Co-Dirigent Rainer Reckling (links) schickten beim Neujahrskonzert in der Wehdemer Begegnungsstätte das Publikum mehrfach in die Wüste.

Wehdem - Von Mareile Kurtz· Von einem Marsch durch Deutschland über eine Bahnfahrt durch den Wilden Westen bis hin zu einem Flug über die Winterlandschaft Norwegens: Mit seinem facettenreichen Programm bot das Kreisjugendblasorchester (KJB) Minden-Lübbecke anspruchsvolle Unterhaltung und schickte gut 80 Zuhörer auf eine musikalische Reise durch Zeit und Raum.

       Seien es internationale Stücke wie „Oregon“ und „Scandinavia“, deutsche Marschmusik von Ernst Uebel oder österreichische Walzer von Johann Strauss – alles hatten die rund 30 vornehmlich jungen Musiker bei ihrem Neujahrskonzert am Sonntag in der Wehdemer Begegnungsstätte im Gepäck.

Das Ziel der Veranstaltung war laut Gesamtleiter und Kreisdirigent Stephan Flore somit erreicht, denn das Projekt KJB diene vor allem dazu, jungen Menschen einen Blick über den Tellerrand zu ermöglichen. „Bei uns bekommen die Musiker die Chance, Stücke einzustudieren, die sie in ihren heimischen Orchestern und Ensembles eher nicht lernen würden.“ Das KJB, das 1990 als Fortbildungsprojekt für junge talentierte Musiker vom Kreis Minden-Lübbecke initiiert wurde, führt darüber hinaus verschiedene Generationen aus unterschiedlichen Orten des Kreises zusammen. „Die Teilnahme an dem Projekt ist freiwillig“, erklärte Flore. „Und weil die Musiker aus eigenem Antrieb zueinander finden, ist jeder von ihnen motiviert bis in die Zehenspitzen.“

Wie groß die Motivation ist, zeigt sich vor allem daran, dass die insgesamt neun Konzert-Stücke an nur einem Intensivwochenende vom 6. bis zum 9. Januar einstudiert wurden. Von morgens bis abends habe man Kompositionen ausgewählt und wie wild geprobt. „Nach so einem Tag tun selbst einem so geübten Bläser wie mir die Lippen weh“, erzählte Co-Dirigent Rainer Reckling. Den jungen Musikern dürfte die Arbeitsphase daher noch einiges mehr abverlangt haben – das Ergebnis der harten Arbeit konnte sich zumindest wirklich hören lassen.

Durch ihr abwechslungsreiches Programm entfachte das KJB ein beschwingtes und herzerwärmendes Gefühl, das die gut 80 Zuhörer ausnahmslos in seinen Bann zog und noch lange nachwirkte. Während Co-Dirigent Joseph Bruns mit „Tirol 1809“ und „Lord of the Dance“ sowohl schwermütig dröhnende Posaunen als auch irische Lebensfreude heraufbeschwor, schickte Rainer Reckling die Zuhörer mit „Sedona“ und „Oregon“ lieber in die Wüste zu Cowboys und Indianern. Kreisdirigent Stephan Flore hingegen hielt sich mit „Scandinavia“ und „Rosen aus dem Süden“ ganz im Sinne der Jahreszeit an Winterzauber und Walzerseligkeit. Letzteres dürfte vor allem Bürgermeister Gerd Rybak erfreut haben, denn dieser hatte den Tag bereits für einen ausgiebigen Spaziergang genutzt und war von noch ganz beseelt von soviel weißer Pracht. „Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht“, richtete Rybak das Wort an das Publikum. „Doch für mich ist das Konzert das i-Tüpfelchen auf diesem wunderschönen Wintertag.“

Das Neujahrskonzert wird am Sonntag, 17. Januar, um 16 Uhr in der Aula der Verbundschule Hille wiederholt. Der Eintritt ist frei.

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