Gestern erster Seniorennachmittag der Gemeinde Stemwede / Heute geht es in der Festhalle in Levern weiter

„Werden uns aneinander gewöhnen!“

„Gudrun hat Drillinge“: Michaela und Andreas Spreen versuchten, die Verwicklungen um drei Schaflämmer zu entzerren.

Haldem - (ges) · Mehr als hundert erwartungsfrohe Gäste jenseits der 60 Lenze aus dem Bezirk Dielingen eröffneten gestern Nachmittag im voll besetzten Saal des Gasthauses Heiner Rosengarten in Haldem die „Trilogie“ der traditionellen Seniorennachmittage der Gemeinde Stemwede. Nach Kaffee und Kuchen sowie einem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm traten alle nach zweieinhalb Stunden zufrieden den Heimweg an.

        Einer, bei dem viele Jahre die organisatorischen Fäden für die Seniorennachmittage zusammen liefen, ist in diesem Jahr zum letzten Mal dabei: Siegwart Siebe steigt aus dem Berufsleben aus und hat sich durch sein Alter dafür qualifiziert, schon 2011 selbst zu den geladenen Gästen zu gehören. Seine vorbereitenden Aufgaben übernimmt künftig Vanessa Benker aus dem Fachbereich Ordnung und Soziales der Gemeinde Stemwede.

„Erschrecken Sie nicht, wenn Sie heute ein neues Gesicht sehen“, begrüßte Bürgermeister Gerd Rybak die große Gästeschar. „Ich bin heute zum ersten Mal hier, wir werden uns aber sicher aneinander gewöhnen“, versprach er den Senioren.

Kurz erinnerte Rybak in seinem Grußwort an das traumhaft schöne Wochenende. „Morgens war ich bei der Eröffnung der Landesgartenschau. Bad Essen kat sich ganz schön herausgeputzt. Ein Besuch lohnt sich allemal“, schwärmte er von dem „Bad im Blütenmeer“ und stellte die Landesgartenschau als Ziel des gemeindlichen Seniorenausflugs vor, der auf den 10. Juni terminiert ist. Bei den Feuerwehr-Senioren, so Rybak weiter, habe er nachmittags ein unglaubliches ehrenamtliches Engagement festgestellt. „Das ist auch etwas, was das Leben in Stemwede lebenswert macht.“ Abschließend streifte Rybak kurz die missliche Finanzausstattung der Gemeinde. „Die Finanzen sind schlecht, das Haushaltsloch ist groß, dennoch wollen wir heute nicht sparen, das sind uns unsere Senioren wert.“

Die Leverner Dorfmusikanten umrahmten unter der Leitung von Reinhard Hemann anschließend das gemeinsame Kaffeetrinken, intonierten zum Mitsingen „Im Märzen der Bauer“, ließen die Rösslein so lange einspannen, bis sich mit „Komm lieber Mai“ der Wonnemonat ankündigte, und verabschiedeten sich mit der Hymne „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ – und alle Senioren sangen kräftig mit.

Ausgesprochen turbulent und bunt ging es auf der Bühne beim Auftritt der „Sugar-Babes“ zu. Die von Gaby Spreen geleitete Tanzgruppe des TuS Dielingen stellte sich als Cheerleader-Ensemble vor. Der Beifall für die TuS-Damen wollte kaum enden.

Gleich zwei Mal starteten Mimen der Oppenweher Laienspielbühne Angriffe auf die Zwerchfelle der Besucher. „Bi´n Doktor“ ging es um das Abnehmen von mindestens 30 Kilogramm Lebendgewicht – mit „Grünfutter“ und Mineralwasser. „Muss ich das vor oder nach den Mahlzeiten zu mir nehmen?“, wollte die Patientin zum Schluss wissen. Nicht minder pointenreich ging es in dem Einakter „Gudrun hat Drillinge“ zu. In dem Stück wurde auf humorvolle Art und Weise aufgezeigt, was eine gut gemeinte Anzeige in der Zeitung alles auslösen kann. Dann werden Tierbabys auf einmal zu Menschenkindern…

Das Schlusswort sprach stellvertretender Bürgermeister Dietmar Meier, der zuvor schon mit Witz und Charme durch das Programm des Nachmittags geführt hatte.

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