Prominente und private Lesepaten begeistern Rahdener Schüler mit Geschichten

Werbung fürs (Vor-)Lesen

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Vorlesestunde mit Bürgermeister Bernd Hachmann.

Rahden - Das Vorlesefieber hatte Rahden fest im Griff. Mehr als 85 Ehrenamtliche beteiligten sich gestern am neunten bundesweiten Vorlesetag an Schulen und Kindergärten.

Mit Michael Endes „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ nahm Bundestagsabgeordneter Steffen Kampeter die Grundschüler im Rahmen des Vorlesetages mit auf eine Reise nach „Lummerland“. ·

„Rahden ist im Kreis Minden-Lübbecke das Zentrum des Vorlesetages“, hob Steffen Kampeter, Bundestagsabgeordneter und Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, hervor, dass in keiner anderen Stadt des Mühlenkreises so viele Angebote beständen. Kampeter griff selbst zum Buch und entführte die Mädchen und Jungen der Klasse 2c in der Rahdener Grundschule mit Geschichten von Michael Ende in Fantasiewelten.

Als dreifacher Vater freute er sich, mit seiner Teilnahme einen Beitrag zur Lesekompetenz zu leisten. „Man sollte Vorlesen nicht nur auf einen Tag konzentrieren“, warb der Bundestagsabgeordnete für dauerhaftes Engagement. „Der Tag soll als Werbung fürs Lesen verstanden werden“, so Kampeter.

Engagement hatte auch das Team um Monika Büntemeyer bewiesen. Zum sechsten Mal beteiligten sich Prominente sowie Privatpersonen und schenkten Kindern eine Geschichte. „Ich bin begeistert, wie viele sich zum Vorlesen angemeldet haben“, bedankte sich Büntemeyer.

Aufgrund der großen Anzahl an Lesepaten hörten 652 Rahdener Grundschüler das geschriebene Wort. So las in der Rahdener Grundschule neben Steffen Kampeter auch Bernd Hachmann. Rahdens Bürgermeister wurde von der Klasse 2b mit einem mehrsprachigen Lied begrüßt, bevor er mit der Geschichte von „Liliane Susewind – Mit Elefanten spricht man nicht“ begann. Das Buch um die Außenseiterin Liliane hatte sich die Klasse extra gewünscht.

Auch die Schulleiter der weiterführenden Schulen gaben ihre Lesekunst zum Besten: In Rahden lauschten die Kinder der 1a Ingrid von Mitzlaff, Schulleiterin des Gymnasiums.

In der Grundschule Varl hingen Drittklässler an den Lippen von Hauptschulleiter Hendrik Grunwaldt. Mit verstellter Stimme las er von den Abenteuern des „Sams“ aus der Folge „Eine Woche voller Samstage“ der Kinderbuchreihe von Paul Maar.

Die Klasse 1a in Varl beschäftigte sich nachträglich mit dem Martinsfest. Pfarrerin Gisela Kortenbruck erzählte den Grundschülern die Geschichte „Sankt Martin und der kleine Bär“ von Antonie Schneider und zeigte die Illustrationen von Maja Dusíková. Zum Abschluss gab es von Klassenlehrerin Dörte Aukamp passend zur Geschichte um den kleinen Bären noch Martinsbrezeln.

Die Viertklässler der Grundschulen durften nicht nur Zuhören, sondern sich selbst als Vorleser in den Kindergärten probieren. Zusätzlich kamen die 360 Zehntklässler der drei weiterführenden Schulen in den Genuss der Geschichten: Autorin Marlene Röder stellte ihr Kurzgeschichtenband „Melvin, mein Hund und die russischen Gurken“ in der Aula des Gymnasiums vor. Unterstützt von der Stiftung „Standort hier!“ der Stadtsparkasse Rahden wurden somit auch die älteren Schüler mit dem Vorlesetag angesprochen.

Bis zur wahrscheinlichen Wiederholung im kommenden Jahr sind Eltern und Kinder selber gefragt, denn „Lesen stärkt den Zusammenhalt“, meinte Bürgermeister Hachmann. · abo

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