„Normalerweise geben wir für fünf Euro kein Privatkonzert“ / Band begeisterte ebenso wie Daniel Sielemann

Wenige wollten „Manngold“ erleben

Die fünfköpfige Männerband bereitete den Zuhörern einen erfolgreichen und interessanten Abend.

Wehdem - (jh) · Bei einem kleinen Privatkonzert hat die Bielefelder Band „Manngold“ mit ihrem vielseitigen musikalischen Repertoire die Gäste im Wehdemer Life House begeistert. Trotz weniger Besucher ließ es sich die Band nicht nehmen, den Zuhörern einen tollen Abend zu bieten. „Normalerweise geben wir für fünf Euro kein Privatkonzert. Da habt ihr heute Abend richtig Glück gehabt“, verriet Leadsänger Phil Stauffer augenzwinkernd.

Manngold gibt es seit drei Jahren. Anfang 2006 suchten der Gitarrist Martin Fruhner, der Drummer Carsten Huhn sowie der Bassist Kai Lampe Musiker für ihr Rockprojekt „Mum“. Der Pianist Sascha Giebner konnte als Erster für das Projekt gewonnen werden. Nur kurze Zeit später und nach einigen Anlaufschwierigkeiten kam Phil Stauffer als Sänger und Texter für das Projekt hinzu. Nun war die Band komplett und ist dieser Besetzung mit ihrer Musik unterwegs.

Es wurde sehr schnell deutlich, dass der musikalische Einfluss von Pianist Sascha Giebner und die deutschen Texte des Sängers Phil Stauffer den Musikstil von „Mum“ eindeutig und nachhaltig verändern würden.

Schließlich wurde das Projekt „Mum“ komplett aufgegeben und „Manngold“ war geboren. Im Laufe der Jahre entstanden Songs, die Einflüsse aus Rock, Folk, Reggae und Weltmusik aufgegriffen haben. Ein gravierender Schritt war auch der Wechsel von englischen Texten zu einem rein deutschsprachigen Programm.

„Wieso wir den Bandnamen ,Manngold‘ haben? Also, ich bin das Goldkehlchen und der Rest sind die Männer“, erklärt Sänger Phil Stauffer mit einem Grinsen.

Dem Auftritt der Band vorangegangen war Daniel Sielemann, ein 27-jähriger Sänger und Texter aus Bielefeld. Seine deutschsprachigen Songs zeichnen sich durch starke Texte und gefühlvolle Arrangements aus. Obwohl auch die musikalische Pop-Richtung seine Musik kennzeichnet, wirkt er niemals platt und zeigt, dass eingängige Songs aus Deutschland durchaus niveauvoll sein können. Mit großem Applaus wurde der junge Bielefelder von der Bühne entlassen und überließ der fünfköpfigen Band die weitere Unterhaltung.

Die fünf Musiker aus Bielefeld und Gütersloh erzählten Geschichten von Verlierern mit viel Geld und ohne Geld, von zerbrochener Liebe und einem schönen Leben zu zweit. Ihre Lieder handelten von Krediten und Prostituierten, von Trinkern und davon, was Gütersloh und Bielefeld Berlin voraus haben. Charmant und kraftvoll packten Sie ihre Texte randvoll mit allem, was das Herz begehrt, mit Witz, Charme und so viel Leidenschaft, dass man sie einfach mögen musste. Und so war es nicht verwunderlich, dass auch die kleine Runde im Life House hellauf begeistert war und der Band mit großem Applaus für den gelungenen Abend dankte.

„Schade, dass heute Abend kaum Besucher ins Life House gefunden haben. Anscheinend wird der Life House Club nicht gut angenommen. Dabei ist es immer eine tolle Stimmung, wenn unbekannte Bands in gemütlicher Clubatmosphäre spielen“ erklärte Wilhelm Lindemann vom Life House.

Die Kreativität und das musikalische Miteinander innerhalb der Band hat das Programm von „Manngold“ auf unterdessen mehr als 25 eigene Songs anwachsen lassen. 2007 gelang mit dem ersten Live-Konzert ein beachtlicher Erfolg, der sowohl im WDR, als auch auf Kanal 21 in Bielefeld vorgestellt wurde.

Das erste Album von Manngold „Ein ganzes Leben“ ist soeben erschienen. Die Band wird 2010 mit diesen Songs auf Tour durch NRW gehen. „Wer Interesse hat, uns im Internet zu besuchen, der kann auf unserer Internetseite vorbeischauen: http://www.manngold-dieband.de. Dort kann man auch unsere allererste CD erwerben”, gab Phil Stauffer bekannt.

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