Nach Absage des Weihnachtsmarktes: Dorfgemeinschaft organisierte in kürzester Zeit eine Budenstadt

Weher Vereine zogen an einem Strang

Die Organisatoren des Weihnachtsmarktes auf dem Dorfplatz hatten nicht viel Zeit für die Planungen. Fotos (4): Pröpper

Rahden - WEHE (kap) · „Dafür, dass wir nichts machen, ist es uns doch ganz gut gelungen“, sagte gestern Gerhard Kottenbrink, Vorstandsmitglied der Vereinsgemeinschaft „Wehe aktiv“, als er mitten im Getümmel eines gemütlichen Weihnachtsmarktes in Wehe stand.

Vor 14 Tagen hätten die Mitglieder der Weher Vereine erfahren, dass der traditionelle Weihnachtsmarkt am Gasthaus Schwettmann-Rüter ausfallen solle, woraufhin die Dorfgemeinschaft „auf die Schnelle“ einen eigenen Markt organisiert habe, so Kottenbrink.

Alle Vereine zogen an einem Strang und „mit ganz viel Unterstützung“ errichteten die Weihnachtsmarkt-Fans eine beschauliche Budenstadt – selbst der Nikolaus hatte für den Nachmittag sein Kommen zugesagt.

Zum ersten Mal seit 15 Jahren lag der Duft von Glühwein, Waffeln und Feuerzangenbowle wieder in der Luft über dem Dorfplatz. Hätte die Vereinsgemeinschaft die Planung nicht übernommen, hätte es in Wehe dieses Jahr keinen Weihnachtsmarkt gegeben, erklärte Gerhard Kottenbrink. Ein örtlicher Gastronom habe den Weihnachtsmarkt an der zuletzt üblichen Stelle abgesagt.

„Wir wollten den Weihnachtsmarkt nicht sterben lassen“, betonte das Vorstandsmitglied von „Wehe aktiv“. Die Einnahmen des Marktes sollen im Dorf bleiben. „Der Nettoerlös des Marktes geht an den Weher Kindergarten.“

Bei der Organisation hätten die Vereinsvertreter Hilfe von Ortsvorsteher Heinz Grundmann und der Stadt Rahden gehabt, sagte Kottenbrink, bevor er aufbrach, um im Dorf per Megafon für den Markt zu werben.

Ein Fax mit dem Wortlaut „der diesjährige Weher Weihnachtsmarkt am 4. Advent findet auf Grund der vorhergesagten Witterung nicht statt“ von der „Interessengemeinschaft Weher Weihnachtsmarkt“ erreichte unsere Zeitung am Freitag.

Gastronom Christian Rüter nannte gestern die schlechte Resonanz 2009, das Wetter und die widrigen Straßenverhältnisse als Gründe für die Absage. Neben ihm seien noch verschiedene Leute aus Wehe in der Interessengemeinschaft.

Der Weihnachtsmarkt der Interessengemeinschaft am Gasthaus Schwettmann-Rüter stehe seit 1997 unter dem Namen „Weher Weihnachtsmarkt“ in der Marktrolle der Stadt Rahden. Die Absage sei mit den Standbetreibern und der Stadt abgesprochen gewesen. Anfang Dezember habe man erstmals darüber nachgedacht, den Markt nicht stattfinden zu lassen, so Rüter.

Die Stadt habe ihm vergangene Woche mitgeteilt, dass eine Absage schriftlich zu erfolgen habe und auch die Öffentlichkeit informiert werden müsse. Die Frage, wann die Weher Vereine und Gruppen von der Absage erfahren hätten, beantwortete Christian Rüter gestern nicht. Der „Weher Weihnachtsmarkt“ und die „Dorfweihnacht“ der Vereine seien „zwei verschiedene Dinge“.

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