Übernahme des Schießstandes noch möglich / Sonst Vertragskündigung

Wehdemer Schützen erhalten zweite Chance

Noch hat der Schützenverein Wehdem Zeit, seine Meinung zu ändern und den Schießstand zu übernehmen. ·
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Noch hat der Schützenverein Wehdem Zeit, seine Meinung zu ändern und den Schießstand zu übernehmen. ·

Wehdem - Von Melanie RussDie Mitglieder des Schützenvereins Wehdem hatten während der jüngsten Jahreshauptversammlung bekanntlich mehrheitlich entschieden, ihren Schießstand nicht von der Gemeinde Stemwede zu übernehmen. Am Mittwochabend sprachen die Mitglieder des Betriebsausschusses für den Wirtschaftsbetrieb Gemeinde Stemwede und das Wasserwerk darüber, wie es mit dem Gebäude weitergeht.

Die Entscheidung des Schützenvereins sei völlig legitim, stellte Ausschussvorsitzender Manfred Quebe zu Beginn der Debatte klar. Allerdings müssten alle Vereine gleich behandelt werden. Die Schützenvereine, die ihre Schießstände übernommen hätten, dürften nicht benachteiligt werden.

Die Verwaltung hat darum empfohlen, Maßnahmen zu ergreifen, die dem Ziel der Gleichbehandlung möglichst nahe kommen. Sie schlägt vor, den Vertrag mit dem Schützenverein zum 31. Dezember dieses Jahres zu kündigen und ihm einen neuen Vertrag anzubieten. Danach müssten die Schützen künftig alle Betriebskosten zahlen. Als Gegenleistung erhielten sie eine Betriebskostenpauschale in Höhe von 569 Euro von der Gemeinde. Außerdem hätte der Verein die Kosten der Bauunterhaltung und die Abschreibungslasten zu tragen. Willigen die Schützen nicht in einen neuen Vertrag ein, müssten sie eine monatliche Nutzungsentschädigung an die Gemeinde entrichten.

Zwar hat der Ausschuss diesem Vorschlag mehrheitlich zugestimmt, ob er allerdings zur Anwendung kommt, ist noch offen. Bürgermeister Gerd Rybak berichtete von weiteren Gesprächen mit der Vereinsführung. Er habe den ehrlichen Eindruck, dass der Verein ernsthaft überlege, den Schießstand doch noch zu übernehmen. Diese Option solle der Ausschuss dem Verein bis zu seiner nächsten Mitgliedersammlung zu den bekannten Konditionen offen lassen, schlug Rybak vor. Sollten sich die Mitglieder dann erneut gegen eine Übernahme entscheiden, wird der bestehende Vertrag gekündigt.

Wie Frank Rabe unterstützte auch Jörg Tielbürger (beide CDU) den Vorschlag des Bürgermeisters. Er sei eine wohlwollende Handreichung statt der Holzhammermethode. Jürgen Lückermann (FWG) missfiel, dass dem Verein bis zur nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung Anfang Januar 2015 Zeit gegeben werden soll. „Um eine Entscheidung zu fällen, kann man auch eine außerordentliche Versammlung einberufen.“ Lückermann erinnerte daran, dass dem Verein seine Situation seit langem bekannt ist.

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