Auch die Abwassergebühren sollen nicht angehoben werden / Erste Sitzung des Betriebsausschusses

Wasserpreis bleibt für 2010 konstant

Der Betriebsausschuss für Wasser und Abwasser in der Gemeinde Stemwede hat am Dienstagabend seine Arbeit aufgenommen. An der Spitze des kommunalen Fachgremiums steht Günter Grube (3.v.l.).

Levern - (ges) · Wenn es nach dem Willen des Betriebsausschusses für Wasser und Abwasser geht, dann bleiben der Wasserpreis und die Abwassergebühren in der Gemeinde Stemwede für 2010 konstant. Diese Beschlüsse fasste das Fachgremium am Dienstagabend während seiner ersten Sitzung in der neuen Legislaturperiode.

       Nach eingehender Erläuterung der Wirtschaftspläne 2010 für das Wasserwerk und den Abwasserbetrieb der Gemeinde im Betriebsausschuss haben jetzt die Fraktionen die Möglichkeit, sich intensiv mit den Zahlenwerken auseinander zu setzen, bevor der Rat die endgültige Entscheidung trifft und die Wirtschaftspläne in Kraft treten.

Die Zahlen in den Entwürfen der beiden Wirtschaftspläne basieren auf Prognosen und den Vorjahreszahlen. „Konkrete Angaben sind derzeit noch nicht möglich“, teilte Cord Hegerfeld den Ausschusssmitgliedern mit. Der Wirtschaftsplan für das Wasserwerk weist im Erfolgsplan an Erträgen und Aufwendungen jeweils 1 089 300 Euro auf, und der Vermögensplan schließt in Einnahme und Ausgabe mit jeweils 422 200 Euro ab.

Weil die Gemeinde mit weiter steigenden Energiekosten rechnet und neue Schieberkreuze und Hydranten angeschafft werden müssen, ist der Ansatz für Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe von bisher 181 000 auf 193 000 Euro angehoben worden.

Im Vermögensplan stehen Mittel für kleinere Investitionsmaßnahmen bereit. In der Ortschaft Destel soll im Bereich der Straße Im Haue die Wasserleitung auf einer Länge von etwa 400 Metern, in Oppenwehe an der Oppenweher Straße im Bereich des Marktplatzes auf einer Länge von etwa 300 Metern erneuert werden. Zudem ist vorgesehen, die Reinwasserpumpe beim Wasserwerk Destel     sowie    einen    Frequenzumrichter und Kompressoren am Wasserwerk Dielingen zu erneuern. Die im laufenden Wirtschaftsjahr vorgesehene Erneuerung des Brunnens II in Dielingen wird ebenfalls 2010 durchgeführt. Vorsorglich stehen auch wieder Mittel für den Erwerb von Grundstücken in Wasserschutzgebieten bereit. Weil die geplanten Ausgaben nicht durch die erwarteten Einnahmen aus Anschlussbeiträgen abgedeckt sind, müssen 72 400 Euro aus der Rücklage entnommen werden.

Wenn im Bereich des Abwasserbetriebes die Erwartungen eintreffen, könnte es im Erfolgplan zu einem positiven Jahresergebnis in Höhe von 77 150 Euro kommen. Den Erträgen in Höhe von 2 974 000 Euro stehen im Entwurf des Wirtschaftsplanes Aufwendungen von 2 896 850 Euro gegenüber. Der Entwurf des Vermögensplanes schließt in Einnahme und Ausgabe mit 2 471 600 Euro ab.

Die Investitionsmaßnahmen (überwiegend für Sanierungen nach dem Abwasserbeseitigungskonzept) fallen gegenüber dem laufenden Jahr um 130 000 Euro höher aus. Zudem ist der Bau einer Drainagewasserleitung in Dielingen ins Auge gefasst. Die Darlehnstilgungen liegen mit 793 000 Euro ebenfalls über der in diesem Jahr, und Umschuldungen in Höhe von etwa 690 000 Euro werden ebenfalls erforderlich. Weil die geplanten Ausgaben durch Einnahmen aus den Anschlussbeiträgen sowie dem Überschuss aus dem Erfolgplan nicht gedeckt werden können, ist eine Darlehsaufnahme in Höhe von 459 450 Euro notwendig.

Die für die Sitzung am Dienstagabend vorgesehene Änderung der Betriebssatzungen für das Wasserwerk und den Abwasserbetrieb wurde auf Grund neuer Erkenntnisse vertagt.

Von den vier in den Betriebsausschuss gewählten sachkundigen Bürgern verpflichtete Vorsitzender Günter Grube nur zwei: Gerhard-Heinrich Wolff und Ulrich Blase. Die Verpflichtung von Reinhard Lehde und Sebastian Allhorn folgt. Seitens des Rates gehören Ewald Kreienbrock, Manfred Quebe, Karl Wilhelm Krohn, Friedrich Sander, Stephan Leonhardt (CDU), Hartwig Thomas (SPD) und Günter Grube (FDP) an.

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