Klimaschutzpreis 2009 der RWE Rheinland Westfalen Netz für Waldgruppe des AWO-Familienzentrums Niedernehmen

„Was man liebt, das schützt man!“

RWE-Kommunalbetreuer Johannes Geers (hinten, links) und Bürgermeister Gerd Rybak (rechts daneben) überreichten den Klimaschutzpreis 2009 im Beisein der zehn Waldgruppenkinder an Monika Hartmann, Kerstin Pieper, Bettina Hegerfeld und Stefanie Hattendorf sowie die AWO-Fachkraft für Kunst und Krestivität, Kerstin Huchzermeier (von links).

Rahden - NIEDERMEHNEN (ges) · Der mit 1 000 Euro dotierte RWE-Klimaschutzpreis, den der große Energieversorger schon seit mehreren Jahren an förderungswürdige Projekte im Bereich der Gemeinde Stemwede vergibt, fällt in diesem Jahr an das AWO-Familienzentrum in Niedermehnen. Das Unternehmen würdigt damit die Einrichtung einer Waldgruppe zur Stärkung des Umweltbewusstseins und des Verantwortungsgefühls bei Kindern für die Natur.

        Weil „Die Schlau-Füchse“ ihre Kindergartenzeit bei jedem Wetter in ihrem Domizil im Gemeindewald verbringen, überreichten der Kommunalbetreuer der RWE Rheinland Westfalen Netz, Johannes Geers, und der Stemweder Bürgermeister Gerd Rybak die Prämie gestern Vormittag bei Dauerregen an die Leiterin des AWO-Familienzentrums, Monika Hartmann, sowie das Waldgruppen-Betreuerinnenduo Kerstin Pieper und Bettina Hegerfeld sowie die Praktikantin Stefanie Hattendorf. Mit dabei war auch Kerstin Huchzermeier, Fachkraft für Kunst und Kreativität bei der AWO. Und natürlich die drei- bis sechsjährigen Kinder Niklas, Timo, Tjorven, Anna, Marie, Maurice, Marlene, Joele, Gesa und Lisanne.

Nach mehrmonatigen Planungen und Vorarbeiten wurde das pädagogische Betreuungsangebot des AWO-Familienzentrums in Niedermehnen Anfang August um die konstante Waldgruppe erweitert. Zehn Mädchen und Jungen nehmen dort an vier Tagen in der Woche vormittags mit allen Sinnen hautnah das Natursystem Wald wahr.

„Der RWE-Klimaschutzpreis wird jährlich für Leistungen verliehen, die in besonderem Maße zur Erhaltung oder Verbesserung ungünstiger Umweltbedingungen beitragen“, betonte Johannes Geers bei der Übergaben der Auszeichnung. Berücksichtigt würden Ideen, Planungen, Initiativen und bereits abgeschlossene Aktivitäten in dem Bereich. „Prämiert wurden in der Vergangenheit bereits Projekte, deren Ziel die reduzierung des Energiebedarfs oder Nutzung alternativer Energien wie beispielsweise Sonnenenergie poder Holz, die Förderung von Abfallverwertung und -vermeidung oder auch der Erhalt von Grün- und Erholungsflächen“, sagte Geers weiter.

„Die Kinder erleben und erfahren in der Waldgruppe innerhalb unseres nachhaltigen Bildungsangebotes die Veränderungen und den Nutzen des Jahreskreislaufes, des Wetters und der Pflanzen und Tiere“, erläuterte Kerstin Pieper die Arbeit in und mit der Waldgruppe. Der Wald als Lernort ohne Wände und Türen biete den Kindern für die Förderung der Sinnesentwicklung auch eine intensive Umweltbildung und die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und Motorik. Die Kinder würden lernen, sich im Wald zu orientieren sowie bleibende und prägende Erinnerungen und Handlungsstrategien in ihr Denken und Tun zu integrieren. Durch die Möglichkeit, den natürlichen Lebensraum Wald als Spiel- und Erlebnisraum zu gestalten und zu nutzen, stellte die Waldgruppenleiterin weiter heraus. Dadurch würden die Kinder ein intensiveres Umweltbewusstsein und Verantwortungsgefühl für die Natur gewinnen. Denn: „Was man liebt, das schützt man.“

Dank sagte Kerstin Pieper allen, die das Projekt auf dem Wege von der Idee im Frühjahr dieses Jahres bis zur Realisierung im Frühherbst 2009 begleitet haben: Förster Norbert Schmelz, Andrea Meier-Reimer vom Waldkindergarten „Glückspilze“ in Bad Holzhausen, Eltern und Großeltern für deren Mithilfe beim Instandsetzen des Wohnwagens, der Niedermehner Dorfgemeinschaft, Gemeinde Stemwede und der örtlichen Jagdgenossenschaft für Materialspenden und Arbeitseinsätze im Wald sowie der Familie Seeker aus Pr. Ströhen, die der Waldgruppe einen Wohnwagen zur Verfügung gestellt hat.

Wünsche gibt es für Kerstin Pieper auch noch: „Mit der RWE-Prämie würden wir gern einen hölzernen Bauwagen anschaffen, und ein paar gute Ferngläser wären auch nicht schlecht.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

London will europäische Schutzmission im Persischen Golf

London will europäische Schutzmission im Persischen Golf

Schützenfest in Twistringen am Montag

Schützenfest in Twistringen am Montag

Schützenfest in Stedorf

Schützenfest in Stedorf

Hitzewelle: 14 Tricks, wie Sie im Büro weniger schwitzen

Hitzewelle: 14 Tricks, wie Sie im Büro weniger schwitzen

Kommentare