Freunde akustischen Gitarrenspiels kamen bei Werner Lämmerhirt voll auf ihre Kosten

Virtuoses Gitarrenspiel im Life House

Werner Lämmerhirt huschte mit den Fingern schlafwandlerisch über die Saiten seiner Gitarre.

Wehdem - (hm) · Werner Lämmerhirt, als Gitarrenguru oder Folk-Ikone beschrieben, zeigte im Life House einmal mehr seine vielen musikalischen Gesichter. Dass er nach wie vor zur Crème der europäischen Folk-Blues-Gitarristik zählt, machte er mit großer Souveränität und sich stetig erneuernder Spielfreude deutlich.

Lämmerhirt, der als Wegbereiter der Fingerpickingtechnik in Deutschland gilt, begeisterte mit seinem virtuosen Gitarrenspiel am Sonntagabend mehr als 80 Besucher, größtenteils in der Altersgruppe, die Lämmerhirt bereits Ende der 60er Jahre als großartigen Gitarrenmusiker erlebt hatten.

Damals schrieb er seine Songs in englischer Sprache, inzwischen präsentiert Lämmerhirt auf seinen Alben eigene deutschsprachige Lieder. So auch auf der Life House-Bühne, wo er mit seiner lockeren Bühnenpräsenz großen Zuspruch fand. Er groovte, rockte, jazzte und swingte in altbewährter Marnier.

Mit rauchiger Stimme brachte er ältere Titel zu Gehör, ließ sein Publikum in Erinnerungen schwelgen, doch auch, oder gerade, seine neuen Songs begeisterten. Ein Liebeslied mit dem verheißungsvollen Titel „Bedingungslos“ sorgte für wohlige Stimmung, ebenso ein Song, inspiriert von seinem damaligen Idol Bob Dylan, in dem es heißt: „Mach die Tore dicht, wenn der Wind sich dreht“. Seine Ansagen und kleinen Geschichten zu den Titeln brachten Kurzweil in das Programm.

Die Freunde der akustischen Gitarrenmusik kamen an diesem Abend voll auf ihre Kosten. Sie bejubelten Lämmerhirt, der gebeugt über den Gitarrenhals, fast wie schlafwandlerisch über die Saiten huschte, blitzschnell die Grifffolgen wechselte und so Kombinationen zupfte, die einfach nur begeisterten.

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