Erster Mühlentag in Oppenwehe

Viel Sonne, aber zu wenig Wind

Hochbetrieb herrschte beim ersten Mühlentag der Saison auf dem Gelände an der Oppenweher Bockwindmühle.

Oppenwehe - (ges) · Freudestrahlend unterhielt sich Karl-Heinz Bollmeier mit Besuchern unter den segeltuchbespannten Flügeln der Bockwindmühle. Und als er mit ihnen durch die Dauerausstellung im Obergeschoss des „Mühlenkottens“ schlenderte, lächelte er auch. Aus gutem Grund: Mit dem ersten Mühlentag der Saison hatten er und seine Mitstreiter nicht nur den Frühling, sondern auch hunderte von Besuchern angelockt.

        „Das ist heute ein Auftakt nach Maß“, gab der Vorsitzende im Laufe des späteren Nachmittags unumwunden zu. Die ersten Besucher verließen das idyllische Mühlengelände zu dem Zeitpunkt bereits wieder, andere trafen dagegen erst an der bis heute funktionstüchtigen Bockwindmühle ein. Die meisten kamen mit dem Pkw, viele aber auch mit dem Fahrrad. Butterkuchen sowie Schmalz- und Wurstbrote waren zu dem Zeitpunkt allerdings längst ausverkauft, Bratwürstchen vom Grill waren aber noch zu haben, ebenso wie Kaffee und Kaltgetränke.

Nur ein klitzekleiner Wermutstropfen fiel auf den ersten von insgesamt acht Mühlentagen in diesem Jahr. Der Wind reichte nicht aus, um die Mühlenflügel zum Rotieren zu bringen. Ergo hatten die Hobbymüllermeister Hans-Rudolf Galla, Egon Lammert und Lars Sengebusch einen geruhsamen Nachmittag. „Stärke drei müssen wir schon haben, damit sich die Flügel in Bewegung setzen“, war vom Vorsitzenden zu hören. „Dann haben die Besucher die Möglichkeit, die beiden Mahlgänge, den Graupengang, Elevator und die Beutelkiste in Betrieb zu erleben. Das ist einmalig an der gesamten Mühlenstraße und darüber hinaus.“

Mit Bedauern teilte Bollmeier zudem mit, „dass die Ausstellung im Mühlenkotten heute noch nicht ganz komplett ist. Es kommen noch mehrere historische Stücke hinzu, die einen Einblick in das Leben auf Bauernhöfe früherer Jahre geben. Beim nächsten Mühlentag sind die neuen Exponate aber aufgebaut.“

Mit Blick nach vorn warb Bollmeier bereits für den nächsten Aktionstag am Pfingstmontag: „Dann feiern unsere Holzschuhtänzer im Rahmen des Deutschen Mühlentages ihr zehnjähriges Bestehen und haben sich aus dem Anlass acht Volkstanzgruppen aus NRW und Niedersachsen eingeladen.“

Werbung betrieb auch der Oppenweher Spielmannszug. Er nutzte den Saisonauftakt, um mit klingendem Spiel Lust auf das Kreisspielmannszugtreffen zu machen, das am Sonntag, 9. Mai, im Rahmen des Schützenfestes aus Anlass des 75-jährigen Spielmannszugbestehens in Oppenwehe stattfindet.

Die Mühlenmusikanten warben dagegen für keine besondere Veranstaltung, sondern ausschließlich für sich selbst und ihre Musik. Das ist ihnen erneut gelungen. Gewohnt fleißig und gekonnt erfreuten sie die Besucher vom frühen Nachmittag bis zum Abend mit „handgemachten Melodien“.

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