„Nachtperformance“ im Rahmen des LandArt-Festivals bot in der Tannenschmiede buntes und heißes Programm

Verzauberung im Skulpturenwald

Britta Brinkmann zeigte mit der Gauklertruppe „Luscinia Obscura“ ein atemberaubendes Feuerspektakel.

Destel - von Anja Schubert · Künstler sind es, die unseren schönsten Träumen eine Gestalt geben. Der Skulpturenwald rund um die Tannenschmiede von Udo Neikes und Britta Brinkmann tat am Sonnabendabend sein Übriges, um der „Nachtperformance“ im Rahmen des LandArt-Festivals den Raum zu geben, den diese für die Entfaltung von Kreativität benötigte.

So wurde die Veranstaltung zu einem stimmungsvollen Event zwischen Verzauberung und gemütlicher Geselligkeit im Einklang mit der Natur.

Viele Freunde, Bekannte, Verwandte und Liebhaber dessen, was die Gäste am Abend erwartete, konnten Udo Neikes und Britta Brinkmann begrüßen. Freunde und Verwandte waren es denn auch, die diesem Abend durch ihre Künste eine Gestalt gaben und in eine Welt zwischen Traum und Geselligkeit entführten, die die Gäste in die Welt der Kreativität eintauchen ließen.

Mit Neikes Nichte Flora eröffnete „hoher Besuch“ aus Frankreich den Abend. Der erst neunjährige „Spatz aus der Provence“ gab stimmgewaltig einige französische Chansons zum Besten und erinnerte beispielsweise mit „La Vie en rose“ schon ein bisschen an den „Spatz von Avignon“. Hoch her ging es im wahrsten Sinne des Wortes mit Anna Pursche aus Berlin. An einem in den Bäumen verschlungenen Vertikalseil zeigte sie ebenso wie mit einem mehrere Meter über dem Boden hängenden Reifen beeindruckende Akrobatik.

Orientalische Verzauberung zu afrikanischen Trommelrhythmen erlebten die Gäste mit dem Tanztheater Kadisha unter Leitung von Britta Brinkmann, das von der Trommelgruppe Iwimo begleitet wurde. Die fantasievollen Kostüme und die ausgefallene Choreographie sprachen für sich. „Kadisha“, zu deutsch „die Willkommene“, ist nicht nur eine orientalische Tanzgruppe, sondern ein Lebensgefühl, das im Tanz seinen Ausdruck findet. „Ich bin viel im Orient gereist und das Leben dort hat mich sehr berührt“, erläuterte Britta Brinkmann die Entstehung der Frauentanzgruppe vor mehr als 15 Jahren. „Es ist ein tolles Gefühl, auf diese Art und Weise Gefühle wie Freundschaft, Hoffnung und Liebe ausdrücken zu können.“ So verwunderte es denn auch nicht, dass Kadisha gleich einige Gäste zum Mittanzen bewegen konnte. Auch solo begeisterte Brinkmann die Gäste gekonnt und entführte in anmutendem Gewand mit ihrem Maskentanz in eine andere Welt. Dazu wurde am späteren Abend die Welt der Gaukler lebendig. Mit „Luscinia Obscura“, ebenfalls unter Leitung von Britta Brinkmann, erlebten die Gäste ein heißes Feuerspektakel, auf das Dudelsackspielerin Cornelia Fuchs mit mittelalterlichem Gesang einstimmte. Neben Brinkmann verblüffte der erst 14jährige Philipp Ahorn-Fuchs mit faszinierender Feuerjonglage.

Die heimische Band „Boogaloo“ um Udo Neikes sorgte nicht nur in den Pausen für musikalische Abwechslung. Fetziger Jazzrock gepaart mit groovigen Klänge, dazu die Saxophon Soli von Udo Neikes zogen die Gäste auf die Tanzfläche.

Die Pausen zwischen den einzelnen Darbietungen luden immer wieder zu einem Rundgang durch den beleuchteten Skulpturenwald oder einem gemütlichen Plausch ein.

Im Keramik-Atelier der Tannenschmiede erläuterte Künstler Carsten Wippermann den Besucher gerne seine illuminierten Werke. Lichtobjekte aus Metall und Glas, die ihre Wirkung erst durch den gezielten Einsatz des Lichtes erhalten. Auch an den Skulpturen von Hausherr Udo Neikes kam man nicht vorbei, ohne sich bei Anbruch der Dunkelheit über das Zusammenspiel von Licht und gestalterischer Kunst Gedanken zu machen. Aus frisch gegossenen Betonsäulen herausgearbeitet oder gezielt mit Gießformen geschaffen, ließen diese den Betrachtern viel Spielraum für die Interpretation.

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