Betriebsausschuss Infrastruktur Stemwede befasste sich mit Pflegezustand des Leverner Ortsbildes

Verkrautetes Aushängeschild

Natur oder mangelnde Pflege? Löwenzahn und Co. finden in den Fugen des Natursteinpflasters vor den Fachwerkhäusern in Levern ideale Wachstumsbedingungen vor.

Levern - (SoR) · Der historische Ortskern in Levern gilt für die Gemeinde Stemwede als ein touristisches Aushängeschild und soll weitere Besucher anlocken. Mit dem Pflegezustand des Ortsbildes befasste sich jetzt der Betriebsausschuss Infrastruktur, denn der Heimatverein Levern hatte sich mit einem Schreiben an die Gemeinde gewandt und auf eine Verschmutzung und Verkrautung von Rinnsteinen und Parkflächen aufmerksam gemacht.

        Bei den Erlebnisführungen sei der Heimatverein in den letzten Wochen häufiger auf die mangelnde Pflege des Ortsbildes angesprochen worden, heißt es in dem Brief des Heimatvereins. Dabei handele es sich nicht nur um Hinweise, sondern auch um ernst zu nehmende Beschwerden. André Köster vom Fachbereich Bauen und Planen informierte, eine Besucherin habe sich direkt an die Gemeinde gewandt und ebenfalls auf den schlechten Pflegezustand hingewiesen.

Die Straßen und Wege im Leverner Ortskern werden derzeit nach Bedarf etwa drei- bis viermal im Jahr durch den Bauhof gereinigt. Ein Pflegedurchgang schlägt dabei mit über 2 000 Euro an reinen Arbeitsleistungen zu Buche. Die Flächen im Bereich des Friedhofes und des Kirchplatzes werden durch den Bauhof im Rahmen eines Pflegevertrages mit der Kirchengemeinde regelmäßig gesäubert, und es wird dort Winterdienst durchgeführt. Der Heimatverein Levern trägt seinerseits durch ehrenamtliche Pflegepatenschaften zum Beispiel an der Badeallee oder am Heimathaus zur Ortsbildpflege bei.

„Leider gibt es nicht wirklich etwas, das Kopfsteinpflaster sauber hält“, erklärte André Köster. Die Oberflächen des Natursteinpflasters seien problematisch in der Pflege. In den breiten Fugen würde sich „Dreck“ ansammeln, der dann eine gute Grundlage für das Wachstum von Wildkräutern bietet würde. Die Reinigungsmethoden seien entweder zu personalaufwändig (Auskratzen per Hand, Abflämmen), erzielten nicht die gewünschten Ergebnisse (Wildkrautbürsten an Schlepper, Heißschaum) oder seien technisch nicht zugelassen (Wildkrautbürste an Freischneider). Das Spritzen von Pflanzenschutzmittel sei in diesen Bereichen verboten.

„Wir diskutieren insgesamt über Geldeinsparungen und Absenkung von Standards, da ist es vielleicht auch hinnehmbar, dass das eine oder andere Kräuterlein wächst“, argumentierte Jürgen Lückermann (FWG). Die CDU möchte schon „das Bild vernünftig halten. „Wir haben nichts dagegen, wenn der Pflegestandard bleibt“, erklärte Monika Lösche (CDU). Mehr Geld sollte dafür aber nicht in die Hand genommen werden.

Rat über neuere Entwicklungen bei Krautbürsten soll jetzt nach Willen des Ausschusses bei einem heimischen Unternehmen eingeholt werden. Mehraufwendungen und einen erhöhten Pflegeaufwand soll es für die Zukunft nicht geben. Ferner soll der Pflegevertrag mit der Kirchengemeinde auf Kostendeckung überprüft werden.

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