Großer Applaus für die jungen Darsteller des Musicals „Ausgetickt!“

Uhren müssen spuren

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Michel Möller brillierte als Stoppuhr.

Oppenwehe - Von Heidrun Mühlke„Sekunden zerhacken, Minuten zerknacken“, singen die Uhren in der Oppenweher Grundschule und marschieren, getrieben von der Superuhr und ihren Gehilfen. „Ausgetickt!“ hieß das Musical von Gerhard A. Meyer und Gerhard Weiler, mit dem die Dritt- und Viertklässler aus dem Spargeldorf das Publikum am frühen Donnerstagabend zu Recht begeisterten. Ganz großer Applaus in der rappelvollen Aula war der Lohn der Schüler für ihre gelungene Darstellung einer ganzen Menge verrückter Uhren.

Unter der musikalischen Leitung von Imke Sundermeier agierten die jungen Darsteller wunderbar professionell und mit Humor. Dabei erweckten sie ein buntes Panoptikum an Uhren aller Art zum Leben und gaben den mechanischen Gesellen mit Liedern und Tänzen Charakter. Es ist die Geschichte vom Aufziehwecker Bobby (Chantal Barkhüser) und dem Radiowecker Elvis (Oliver Jürgens), die ausbrechen aus dem täglichen Einerlei und es leid sind, sich nur herumzuärgern mit der Langschläferin (Jule Lösche). Und so ziehen sie in die Welt, verfolgt von der Superuhr (Tjaard Haremsa) sowie den Spezialisten für Wartung und Reparatur, Öli (Mette Meier) und Schrauber (Maira Biebusch), sinnigerweise als „Uhrologen“ bezeichnet. Denn Uhren, das ist klar, haben richtig zu ticken und zu spuren, denn sonst besteht die Gefahr, dass auch die anderen Uhren plötzlich nicht mehr im Pulsschlag des Lebens laufen.

Köstlich ist das Bühnengeschehen, wenn die Flüchtigen von Artgenossen gewarnt werden, wenn die kesse „Rita Rolex“ (Kayathri Chandramohan) zur Melodie von „Ich bin die fesche Lola“ singend Ratschläge erteilt oder die Sonnenuhr (Annika Lekon), vom alten Uhrenadel, sich an vergangene Zeiten erinnert, als das Uhrenleben nur von der Natur bestimmt war oder eben die Taucheruhr (Anna Steinkamp) Undichtigkeiten beklagt...

Für Szenenwechsel und Pausenankündigung war die Stoppuhr zur Stelle. „Ich bin die Stoppuhr, auf'm Kopp hab ich ‘nen Knopp – und nun Stopp!“ Michel Möller eroberte sich mit diesem Auftritt, vorgetragen mit geruhsamer Miene, die Herzen des Publikums im Nu. Insgesamt bot das Musical ein Feuerwerk an Situationskomik, fetziger Musik und Tanzeinlagen mit geballter Spielfreude der Schüler sowie viel Phantasie und Kreativität bei der Gestaltung der Kostüme und des Bühnenbildes. Zu Recht begeistert zeigte sich Schulleiter Ansgar Matern, der sich bei den Darstellern, ihren Eltern und Lehrkräften und auch beim Hausmeister für die Unterstützung bedankte.

Entstanden ist das Musical mit den 28 Darstellern in dreimonatiger Arbeit während der Musik-AG der dritten und vierten Klassen. Und weil die Oppenweher Grundschüler so viel Spaß bei den Vorbereitungen und letztlich an der Aufführung haben, heißt es inzwischen zwei Mal im Jahr „Vorhang auf!“ für die Schülerinnen und Schüler der Musik-AG.

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