Gemeinde investiert nur in Duschräume

Turnhalle nur in Eigenleistung

Oppenwehe - Nicht nur der vor den Herbstferien bekannt gewordene Befall mit Legionellen hat deutlich gemacht, dass die Duschräume der Sportanlage in Oppenwehe sanierungsbedürftig sind. „Wir müssen dringend handeln“, mahnte Jörg Bartel, Leiter des Fachbereichs Schule, Sport und Kultur, am Mittwochabend während der Sitzung des Schul-, Kultur- und Sportausschusses.

Soll die Sporthalle weiter betrieben werden, müssen mindestens zwei Duschräume saniert werden, soll auch das stillgelegte Lehrschwimmbecken in irgendeiner Form weiter genutzt werden, müssen alle drei Duschräume erneuert werden. Die Politiker votierten einstimmig für letztere Variante, schlossen aber zugleich aus, finanzielle Mittel für die Verfüllung des Lehrschwimmbeckens zur Verfügung zu stellen. Die Hallenkapazitäten in Stemwede deckten den Bedarf, eine zusätzliche Investition von mindestens 30 000 Euro sei nicht zu rechtfertigen, argumentiert die Verwaltung in ihrem Beschlussvorschlag, dem der Ausschuss folgte. Für die Sanierung wurden bereits 160 000 Euro in den Wirtschaftsplan 2014 eingestellt.

Der Verein „Wir in Oppenwehe“ und der FC Oppenwehe möchten das Lehrschwimmbecken bekanntlich als Turnhalle weiternutzen. „Aus unserer Sicht wäre der Raum für Senioren und kleine Kinder besser geeignet als eine große Halle, weil er schneller zu heizen ist“, erklärte Lars Mentrup, Vorsitzender von „Wir in Oppenwehe“. Da die Zahl der älteren Mitbürger zunehme, steige auch der Bedarf, ist Mentrup überzeugt.

Die Gemeinde hat den Vereinen angeboten, das Lehrschwimmbecken in Eigenleistung umzuwandeln. Beteiligen sie sich schon an der Sanierung der Duschräume, will die Gemeinde das dadurch gesparrte Geld für die Umwandlung des Lehrschwimmbeckens zur Verfügung stellen – die Obergrenze von 160 000 Euro soll allerdings nicht überschritten werden.

Die Vereine müssen nun klären, ob sie den Umbau des Lehrschwimmbeckens stemmen können und wollen. Da sie keine 30 000 Euro auf der hohen Kante, wäre viel Eigenleistung gefragt. „Wir müssen wissen, was wird, bevor die Sanierung der Duschräume beginnt“, hofft Lars Mentrup auf eine schnelle Entscheidung. Er können seinen Vereinsmitgliedern schließlich nicht sagen, sie sollten bei den Duschräumen helfen, und am Ende bekomme man nichts zurück, weil man sich doch gegen eine Nachnutzung des Lehrschwimmbeckens entscheide.

Jörg Tielbürger (CDU) äußerte Bedenken, dass die Vereine die erforderlichen 30 000 Euro durch Eigenleistungen aufbringen können. „In Wehdem hat sich die Gemeinde entgegenkommend gezeigt. Das sollte sie auch in Oppenwehe tun“, regte er an, man solle den Vereinen die Summe zur Verfügung stellen, die am Ende fehle. Bürgermeister Gerd Rybak bot dem Vorschlag sofort Einhalt. Jetzt einen Freischein auszustellen, sei angesichts der Finanzlage nicht angeraten. · mer

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