Einige Mitglieder der Eisenbahn-Chronikgruppe Rahden planen Ausstellung beim Bahnhofsfest in Espelkamp

Trotz Querelen: Vorbereitungen laufen

Bereiten die Ausstellung vor (v.l.): Klaus Möller, Matthias Huck, Werner Kribbe und Günter Mootz.

Rahden - RAHDEN/WEHE (ges) Vier Jahrzehnte hat die Rahdener Eisenbahn-Chronikgruppe wertvolle Arbeit für die Bahn-Geschichte in der Auestadt geleistet, jetzt stehen die Bahn-Historiker am Scheideweg. Die Diskussion um den Umzug aus der ehemaligen Weher Schule ins restaurierte Bahnhofsgebäude in Rahden hat die Mitglieder in zwei Lager gespalten.

        Auf der einen Seite steht eine dreiköpfige Gruppe, die mit den von der Stadt zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten im Bahnhof zufrieden ist, auf der anderen Seite eine siebenköpfige Gruppe, die den Umzug kategorisch ablehnt, weil das Obergeschoss des sanierten Bahnhofsgebäudes aus Brandschutzgründen nur als Lagerfläche genutzt werden kann. „Was wir brauchen, ist ausreichend Platz, um vernünftig arbeiten zu können“, fordert Matthias Huck, „der steht uns mit dem Angebot der Stadt aber nicht zur Verfügung“. Zudem benötige die Chronikgruppe einen ausreichend großen Ausstellungsraum, der von jedermann betreten werden dürfe. Günter Mootz, ein weiterer „Umzugsgegner“ spricht davon, „dass wir im Bahnhof eigentlich nur zwei Kinderzimmer nutzen können, die schon mit unserer Sitzecke so gut wie voll sind.“

Nach Aussagen von Matthias Huck, Günter Mootz, Werner Kribbe und Klaus Möller habe es zur Standortfrage innerhalb der Gruppe eine Abstimmung gegeben, bei der sich wegen des Platzangebots die Mehrheit gegen den Umzug in das historische Bahnhofsgebäude in Rahden ausgesprochen habe. Das Abstimmungsergebnis sei der Stadt auch mitgeteilt worden.

Dort, so betonten Huck und Mootz am Freitag, sei das Abstimmungsergebnis aber ignoriert worden. Bürgermeister Bernd Hachmann habe mit der „unterlegenen Gruppe“ verhandelt, die sich bereits bei der internen Abstimmung für den Umzug ausgesprochen habe. „Die befassen sich aber mehr mit Betriebsvorschriften und weniger mit Ausstellungen“, sagt Günter Mootz. Jetzt hat die Raumfrage die Gruppe gespalten. Dass sie wieder zusammenwächst, ist mehr als fraglich.

Die Gruppe um Matthias Huck und Günter Mootz bedauert das, „zumal es mehrere Interessenten gibt, die gern ehrenamtlich in der Chronikgruppe mitarbeiten möchten, sich aufgrund der offenen Fragen aber noch zurückhalten“, so Huck. Sein Wunsch wäre, die Brandschutzanforderungen für das über 70 qm große Dachgeschoss des Bahnhofs dahingehend zu erfüllen, dass der Raum nicht nur als Lager, sondern auch als Ausstellungsfläche und Arbeitsbereich genutzt werden kann. „Denkbar wäre auch“, so Günter Mootz, „dass die Chronikgruppe im Bahnhof ihr Archiv und eine Ausstellung unterbringt und die Weher Schule weiterhin als Arbeitsraum genutzt werden kann“.

Derzeit sind die ehrenamtlichen Bahn-Historiker wieder auf ausreichend Platz angewiesen. Sie bereiten eine Ausstellung für das am Sonntag, 30. August, stattfindende Bahnhofsfest in Espelkamp vor. Die informative Veranstaltung beginnt um 10.45 Uhr mit einem Gottesdienst und endet um 18 Uhr.

Die Rahdener Eisenbahn-Chronikgruppe möchte dort Stellwände mit historischen Fotos sowie Exponate aus dem eigenen Ausstellungsfundus zeigen und die Besucher über die Bahngeschichte rund um Rahden und Espelkamp informieren..

Klaus Möller, Matthias Huck, Werner Kribbe, Günter Mootz, Gunter Kramer und Werner Kirchhoff haben die Ausstellung in vier Themenbereiche gegliedert. Zum einen geht es um die „Strecke 105“ Bünde-Bassum mit ihrer wechselhaften Geschichte, zum anderen um den Güterverkehr und -umschlag in Espelkamp und den Personenverkehr rund um die Stadt. Zudem ist ein von der Chronikgruppe dokumentierter Rückblick auf das Bahnhofsfest im Jahre 1985 Ausstellungsbestandteil.

Die Chronikgruppe teilt sich ihren Stand mit MobilAgenten, dem Verkehrsclub Deutschland, dem Aktionsbündnis „AEBB“, der Eurobahn und den Auenland-Draisinen. Die Espelkmaper Heinkelfreunde zeigen ihre liebevoll restaurierten Motorroller aus den 60er Jahren, und auch vierrädrige Oldtimer werden zu sehen sein. Mit dabei sind zudem die Museumseisenbahn Rahden-Uchte, der Moorhof-Express aus Oppenwehe sowie Vereine und Einrichtungen.

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