Beim Gastspiel des Kabarett-Duos „Schwarze Grütze“ im Life House dominierte Boshaftigkeit

Treuer Hundeblick zu bitterbösen Texten

Das Kabarett-Duo „Schwarze Grütze“ brachte bitterbösen schwarzen Humor auf die Life House-Bühne in Wehdem.

Wehdem - (hm) · Bitterböse Texte mit lockerer Mimik vorgetragen, dazu ein treuer Hundeblick, so standen die beiden Potsdamer Kabarettisten Dirk Pursche und Stefan Klucke am Sonnabend ein weiteres Mal auf der Bühne im Life House in Wehdem.

Hoch waren die Erwartungen derjenigen im Publikum, die die beiden Künstler alias „Schwarze Grütze“ bereits im vergangenen Jahr gesehen hatten. Sie wurden nicht enttäuscht, das neue Programm „Bühnenarrest“ stand dem Vorgänger „NiveauwonieNiveauwar“ in rein gar nichts nach.

Einmal mehr wirbelten sie ihre temporeichen Wortspielereien ins Publikum und ließen mit ihrem tiefgründigen Wortwitz und reichlich pechschwarzem Humor den Zuschauern keine ruhige Minute. Wortwitzeleien wie beim Feuerwehrlied: „Und einmal im Jahr da ist Feuerwehrball, da lad ich mir die Irene ein und lass Sirene Sirene sein“, verlangen höchste Aufmerksamkeit, folgten die bissigen Pointen doch Schlag auf Schlag, was jedoch den Spaßfaktor des Abends ausmachte.

Bitterböse war der Ausverkauf der eigenen Körperteile: „Ich verkaufe meine Niere und die Milz, nur die Leber, die behalt ich noch, ich trink so gerne Pils“. Sie setzten noch einen drauf: „Mein Haar, das hat nun Elton John, die Schuppen gab es kostenlos dazu, das hat er nun davon.“

Reichlich Spaß machten die Schüttelreime: „Ich ging in den Birkenwald, denn meine Pillen wirken bald, ich schaff´s noch bis zum Rosenhain, da mach ich in die Hosen rein“.

Ganz harmlos, mit Unschuldsmienen, stehen sie da mit ihren knallroten Gitarren und zelebrierten genussvoll die unerträgliche Leichtigkeit des Böse-Seins: „Und geht es meiner Mutter besser, bleibt mir noch das Buttermesser. So sitzt ich hier und singe meine Lieder, wenn ich nach Hause komme, schüttelt sie mich wieder“.

Ihr eigenes Humorverständnis mit dieser gewissen schelmischen Boshaftigkeit erklärten die beiden so: „Schwarzer Humor ist die Abmilderung der Realität bei gleichzeitiger Vorgabe ihrer Überhöhung.“

Der Spaß an der deutschen Sprache machte Spaß, auch wenn es manchmal deftig wurde und den Zuschauern fast das Lachen im Halse stecken blieb.

Fazit: Der Verein Jugend, Freizeit und Kultur (JFK) hat mit der Einladung von „Schwarze Grütze“ einmal mehr voll ins Schwarze getroffen.

nVoll ins Schwarze

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