Mann stirbt auf dem Weg ins Krankenhaus

Diepholz / Wehdem - Der Tod eines Mannes überschattete am Wochenende das „Hai in den Mai“-Festival im Waldfrieden in Wehdem. Nach Angaben von Festival-Veranstalter Oliver Hollwede sei der 60-Jährige aus Schleswig-Holstein am Samstagnachmittag gegen 16 Uhr neben dem DJ-Pult an der Tanzfläche zusammengebrochen und beim Transport ins Lübbecker Krankenhaus verstorben.

Ein auf dem Festivalgelände stationierter Notarzt habe sich umgehend um den Mann gekümmert, so Hollwede. „Ob er etwas eingenommen hat oder nicht, ist uns nicht bekannt“, so der Veranstalter. „Die Leute waren geschockt“, sagte er. Nach dem Vorfall habe man zunächst eine zweistündige Musikpause eingelegt, ehe das Festival weiterging. Wie die Polizei gestern mitteilte, hätten sich bei ihren Untersuchungen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden ergeben. Insgesamt besuchten nach ihren Angaben mehrere tausend Menschen das Festival. Das Sicherheitskonzept für eine solche Veranstaltung hat nach Auffassung der Beamten gegriffen.

Darüber hinaus haben die Beamten bei dem Festival in Wehdem am Stemweder Berg eine Flut von Verstößen festgestellt. Insgesamt 39 Fahrzeugführer standen unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. „Alle mussten vor Ort eine Blutprobe abgeben, hierfür war extra ein Arzt an der Kontrollstelle. Die Weiterfahrt wurde jeweils untersagt“, berichtete gestern Polizei-Pressesprecher Andrik Hackmann.

Polizeioberkommissar Andreas Dennhardt als Einsatzleiter der Verfügungseinheit bilanziert: „Bei fast jedem kontrollierten Fahrzeug mussten wir Ermittlungsverfahren gegen die Insassen einleiten.“

In 21 Fällen waren es sogar Strafverfahren wegen Besitzes von Betäubungsmitteln. Auch Waffen musste die Polizei beschlagnahmen: Verstöße gegen das Waffengesetz stellten die Beamten in vier Fällen fest.Etliche der betroffenen Fahrzeugführer mussten vor Ort Sicherheitsleistungen abgeben: „In erster Linie traf es hierbei Besucher aus den Niederlanden und aus Belgien.“ Fast 7000 Euro behielten die Beamten als Sicherheiten von ihnen ein.Bei den Drogen, unter denen die Festival-Besucher am Steuer saßen, war laut Polizei „die gesamte Bandbreite der gängigen Substanzen vertreten“. Insgesamt beschlagnahmten die Beamten etwa 250 Gramm Amphetamine, 80 Gramm Marihuana, diverse „Joints“ sowie Exstasy-Pillen, LSD, Kokain und psychoaktive Pilze. Gegen einen 30-Jährigen aus Hagen in Nordrhein-Westfalen ermittelt die Polizei nun wegen Drogenhandels. In seinem Wagen fanden die Beamten mehr als 200 Gramm Amphetamine. Der Hagener wurde festgenommen und verbrachte die Nacht im Polizeigewahrsam. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fand die Polizei weitere 250 Gramm Amphetamine. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Verden wurde der Mann gestern dem Haftrichter vorgeführt.

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