Kinder von „Fluse“ und „Lotta“ begeistert

Tierisch zauberhaftes Theater

Damit „Paul“ auf Weltreise gehen konnte, bastelte er sich einen Propeller aus Luftballons.

Wehdem - (hm) · Strahlende Augen, vor Spannung gerötete Gesichter und trippelnde Kinderfüße waren am Sonntagnachmittag im Wehdemer Life House zu sehen und hören. Der Verein für Jugend, Freizeit und Kultur Stemwede (JFK) hatte zum Clownstheater mit Hund eingeladen – und die jungen Zuschauer strömten in Scharen.

        Aufregung herrschte schon vor Vorstellungsbeginn an der Eingangstür, wo sich eine lange Schlange gebildet hatte. „Hoffentlich bekommen wir noch einen Platz, damit wir den süßen Hund auch gut sehen können“, war immer wieder zu hören. Und es bekamen alle einen Platz. „So rappelvoll war es beim Kindertheater noch nie“, freuten sich Anna und Ulrich Nordloh vom JFK und wiesen den rund 200 Zuschauern Plätze zu, damit alle die Bühne gut sehen konnten.

Dicht gedrängt saßen die jungen Zuschauer um die Bühne herum und erwarteten „Paul“ alias Martin Sbosny-Wollmann vom Sternschnuppentheater und seine beiden Hunde „Fluse“ und „Lotta“. Zunächst trat „Fluse“ ins Rampenlicht, eingebunden in eine etwas abgewandelte Form des Märchens „Rotkäppchen und der böse Wolf“. Abgewandelt schon deshalb, weil „Fluse“, ein possierlicher Wuschelhund, wirklich nichts mit diesem fürchterlichsten Tier der Märchengeschichte, dem bösen Wolf, gemeinsam hatte.

Auch Rotkäppchens Großmutter fand Gefallen an „Fluse“, denn er konnte mit dem Skateboard zum Einkaufen fahren, die Wäsche abnehmen und sich mit seinem Wolfspopo auf die Wäsche setzen, bis sie glatt gebügelt war. Auch zaubern konnte „Fluse“ und verwandelte die zerrissene Zeitung wieder zu einer druckfrischen.

Die Großmutter hatte für „Fluse“ einen Teppich besorgt auf dem sie schlafen sollte. Zudecken konnte sich das Hündchen allein mit einer gekonnten Rolle seitwärts mit der Decke in der Schnauze. Die Zuschauer spendeten immer wieder Zwischenapplaus für die beeindruckenden Kunststücke, die der Vierbeiner auf der Bühne zeigte.

Im zweiten Teil der Show packte Paul das Reisefieber. Um schnell wieder gesund zu werden, entschloss er sich zu einer Weltreise. Da hieß es Koffer packen, doch in seinem Clownskoffer waren allerlei ungewöhnliche Dinge und Geschichten gestapelt. Mit witzigen Kommentaren, seinen komischen Verrenkungen und Slapstick-Einlagen gewann Paul die Herzen der Zuschauer im Fluge. Er fesselte sie mit einer spannenden Mischung aus Artistik, Zauberei und clownesken Aktionen. Immer wieder holte er sich Kinder aus den Reihen der Zuschauer mit auf die Bühne, die ihm assistierten.

Zu guter Letzt durfte „Lotta“ auf der Bühne noch einige Kunststücke zeigen. Doch die junge Hündin war beim Anblick der großen Menschenmenge so aufgeregt, dass sie zunächst ausbüxte und, sehr zum Vergnügen der Kinder, durch die Publikumsreihen streifte. Zurück auf der Bühne, zeigte sie dann aber noch eine außergewöhnliche Hundedressur, die mit einem tollkühnen Sprung durch den Reifen endete.

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