Rahdener Realschule grundlegend modernisiert / Erstes Whiteboard installiert

Tafelschwamm und Kreide haben ausgedient

Keine Angst vorm Fortschritt: Ursula Radecker und ihr Kollegium lassen sich gerne auf das digitale Whiteboard ein. ·
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Keine Angst vorm Fortschritt: Ursula Radecker und ihr Kollegium lassen sich gerne auf das digitale Whiteboard ein. ·

Rahden - In Raum 14 der Freiherr-vom-Stein-Realschule Rahden sind Schwamm und Kreide mittlerweile überflüssig. Statt einer Tafel hängt an der Frontseite ein modernes, digitales Whiteboard, das den Lehrstoff zeigt und mit dem Lehrer und Schüler arbeiten können. Doch die interaktive „Computertafel“ war nach den Herbstferien nicht die einzige Veränderung für die Schüler.

Ihre Schule ist – auch dank Mitteln aus dem Konjunkturpaket II – auf dem besten Weg, die bei Bildungseinrichtungen oft begangenen Bau- und Farbsünden der Vergangenheit hinter sich zu lassen.

Die Stadt Rahden hat in den vergangenen Jahren erhebliche Investitionen zur Modernisierung der Realschule vorgenommen. 2010 wurden für rund 700 000 Euro energetische Maßnahmen wie die Erneuerung der Fassade mit einem Wärmedämmbundsystem, Fenstererneuerung mit Sonnenschutzanlage sowie Erneuerung der Heizungsanlage, die auch die Stadtsporthalle heizt, durchgeführt.

Im laufenden Jahr wurden für 150 000 Euro die Toilettenanlagen saniert, und vier Klassen sowie die Flure erhielten eine farbliche „Frischzellenkur“.

Im kommenden Jahr soll der Chemie-Raum der Schule mit einem Kostenaufwand von 120 000 Euro erneuert werden, so die Stadtverwaltung. Auch der Physikraums sei bereits neu ausgestattet worden.

Die Ergebnisse der Modernisierung können sich durchaus sehen lassen. Davon überzeugten sich gestern Rahdens Bürgermeister Bernd Hachmann und Schulamtsleiter Werner Thielemann.

Besonders stolz sind die beiden und Schulleiterin Ursula Radecker darauf, dass ein Klassenraum bereits mit dem digitalen Whiteboard ausgerüstet ist. Es ist vielfältig nutzbar; theoretisch könnten die Schüler Aufgaben per Mail erhalten. Die Lehrer können ihren Unterricht am heimischen PC vorbereiten und alle Daten in der Klasse auf das Board projizieren. „Wir freuen uns, so einen Musterraum einrichten zu können“, sagte Radecker gestern. Für diesen Raum beschaffte der Förderverein Schülercomputer. So könne man gewährleisten, dass Schüler individuell gefördert werden könnten – parallel zum Unterricht. Bei der Arbeit mit dem Whiteboard sei klar, dass auch die Lehrer sich erst einarbeiten müssten, so Radecker. „Wir werden nach und nach alle Schulen mit Whiteboards ausrüsten“, erklärte Hachmann.

Angenehm sind nach Einschätzung der Schulleiterin auch die neue Raumdämmung und die neue Farbgestaltung. Für Letztere zeichnete Diplom-Designerin Gaby Pütz aus Brockum verantwortlich. Die verwendeten Farben regten an und nicht auf; sie förderten die Kreativität, so Radecker. Schön sei auch, dass der alte Holzfußboden erhalten blieb, sagte die Schulleiterin. „Der hat Charakter.“

Die Realschule stamme aus den 1950er Jahren, sagte Werner Thielemann. Sie sei dementsprechend schon „etwas in die Jahre gekommen“. Für 2011 sei noch geplant, den Eingang mit einer neuen Überdachung zu versehen.

Thielemann, Hachmann und Radecker dankten Manfred Cording vom Bauamt sowie Steffen Fröhlich von der Stadt, der die EDV im Schulzentrum betreut. Cording lobte auch die Zusammenarbeit mit den Handwerkern – die kommen wie auch EDV-Fachhändler Werner Ptschyoldy aus Rahden. Manche Lieferzeit sei länger gewesen, da die Handwerker wegen des Konjunkturpakets gut zu tun hätten, sagte Cording. „Alle hielten zur Stange und hielten sich an die Absprachen.“ · kap

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