Freiwillige Feuerwehr: Wertschätzung für Kameraden der Ehrenabteilungen

„Stütze der Gesellschaft“

Vor versammelter Mannschaft: Kreisbrandmeister Helmut Hevermann begrüßte 850 Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung in der Festhalle in Levern. ·
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Vor versammelter Mannschaft: Kreisbrandmeister Helmut Hevermann begrüßte 850 Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung in der Festhalle in Levern. ·

Levern - Das Kameradschaftstreffen, verbunden mit dem Treffen der Ehrenabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren im Mühlenkreis, hat eine lange Tradition. Seit 1978 ist es am Sonnabend vor Totensonntag ein fester Bestandteil im Terminkalender. Mit rund 850 Kameraden aus elf Städten und Gemeinden des Mühlenkreises übertraf die Beteiligung der jüngsten Auflage die des Vorjahres.

„Die Resonanz zeigt uns, dass wir mit der Art der Veranstaltung und dem Programm richtig liegen. Hier besteht Gelegenheit, Kameraden aus aktiven Zeiten zu treffen und über Ereignisse aus dem letzten Jahr zu sprechen“, sagte Kreisbrandmeister Helmut Hevermann in seiner Begrüßungsrede in der Leverner Festhalle. „Mehr als 50 Prozent der Kameraden der Ehrenabteilung sind heute gekommen“, freute er sich und würdigte die Abteilungen als gewichtigen Bestandteil der Wehren. Von deren 6263 Mitgliedern gehören allein 1549 Kameraden den Ehrenabteilungen an. „Zu den Mitgliederzahlen möchte ich weiter ausführen, dass wir 3086 aktive Mitglieder und 1137 Mädchen und Jungen in der Jugendfeuerwehr haben. In den 14 Musikzügen spielen insgesamt 338 Kameradinnen und Kameraden“, nannte Hevermann weitere Zahlen.

Anerkennung für ihren geleisteten Dienst erfuhren die „Blauröcke im Ruhestand“ von allen Seiten. So lobte Petershagens Bürgermeister Dieter Blume ihren Einsatz und die Kameradschaft weit über die Dienstzeit hinaus. „Auch außerhalb des Dienstes der Feuerwehr prägen und fördern die Kameraden der Alters- und Ehrenabteilungen die Gemeinschaft und das Miteinander in den einzelnen Wehren und Löschgruppen.“ Schließlich lebe die Feuerwehr nicht ausschließlich von den Einsätzen und Übungen, sondern auch vom zwischenmenschlichen Kontakt. „Nicht zuletzt sind die Feuerwehrkameraden ein unverzichtbares Element im dörflichen Leben unsere Städte und Gemeinden und somit eine wichtige Stütze unserer Gesellschaft.“

Landrat Dr. Ralf Niermann dankte den Kameraden für ihren langjährigen Einsatz und freute sich, dass ein hohes Potenzial an ehrenamtlicher Bereitschaft im Kreis vorhanden ist. Dabei wies er auf die erheblichen Veränderungen bei den Aufgabengebieten hin. „Neben der Brandbekämpfung – im Jahr 2010 gab es etwa 700 Brandeinsätze – hat besonders der Bereich der technischen Hilfeleistung – 1600 Einsätze – mit modernster Ausrüstung an Bedeutung gewonnen.“

Nahtlos reihte sich Bürgermeister Gerd Rybak in die Reihe der Dankenden ein. Er nannte die Alters- und Ehrenabteilungen einen unverzichtbaren Teil des Feuerwehrwesens und versicherte allen Feuerwehrmännern, dass sie wertgeschätzt würden für ihren selbstlosen Einsatz in ihrer aktiven Zeit zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger.

Michael Kirchhoff, seit August Bezirksbrandmeister des Regierungsbezirks Detmold, lobte die Anwesenden. „Heute wird deutlich unter Beweis gestellt, dass die Feuerwehrgemeinschaft ein ganzes Leben lang besteht.“

„Eure Vorbildfunktion hat ein Stück mit dazu beigetragen, dass ich den Entschluss für die Übernahme zum Amt des Bezirksbrandmeisters getroffen habe“, so Kirchhoff. „Ich bin stolz darauf, dass ich meinen Heimatkreis und damit alle Kameraden als oberster Feuerwehrmann im Bezirk vertreten darf!“

Auch in diesem Jahr wurden die drei ältesten Teilnehmer aus den Reihen der Alters- und Ehrenabteilungen mit einem Präsent geehrt. Der 90-jährige Fritz Vogt von der Löschgruppe Levern war der Älteste. Wilhelm Nagel – er ist fast 90 Jahre alt – von der Löschgruppe Bad Oeynhausen war der Zweitälteste, Hermann Meyering von den Unterlübber Kameraden zählte mit 89 Jahren als drittältester Teilnehmer.

Die Feuerwehrleute aus Petershagen waren in diesem Jahr für die Organisation der Großveranstaltung zuständig. Für den musikalischen Rahmen sorgte der Feuerwehrmusikzug Stadtmitte aus Minden. · hm

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