Kosten werden auf 560 000 Euro geschätzt / Zusätzlich Grundstücksankauf für 33 Parkplätze erforderlich

Pr. Ströhen braucht größeres Gerätehaus

Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Rahden sahen sich im Feuerwehrgerätehaus in Pr. Ströhen um.

Rahden - PR. STRÖHEN/RAHDEN (km) · Erste Berechnungen gehen davon aus, dass die Sanierung, Erweiterung und der Umbau des Feuerwehrgerätehauses in Pr. Ströhen rund 560 000 Euro kosten wird – nicht eingerechnet der Grunderwerb für 33 dringend erforderliche Pkw-Stellflächen.

Dass die augenblickliche Situation sehr unbefriedigend für die Feuerwehr ist und auch Risiken birgt, darüber ließen sich die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Rahden gestern zunächst direkt vor Ort informieren. Und eines ist sicher: Eine Mogelpackung (viel Luft, wenig Inhalt) ist das Feuerwehrgerätehaus derzeit wahrlich nicht. Die Fahrzeuge, die alle erforderlich sind, wie später in der Sitzung im Rahdener Rathaus durch Uwe Trentelmann erklärt wurde, sind so dicht dort eingeparkt, dass besonders stabile Männer schon Schwierigkeiten bekommen, sich einen Weg zwischen Wand/Tür und Fahrzeug zu bahnen.

Und auch Kameraden der Feuerwehr machten deutlich, dass die Fahrzeuge immer größer und breiter geworden seien, so dass der Platz immer enger wurde. Im Teilbereich habe sogar eine Wand zu den Duschen rausgebrochen werden müssen, damit wenigstens zwei Fahrzeuge hintereinander Platz haben. Der Feuerwehrkamerad, der den Wagen rückwärts rangiert, muss schon höllisch aufpassen, um nicht die Wand zu treffen. Zu der bleiben an der Seite vielleicht etwa zehn Zentimeter Luft.

Schon vor Ort erfuhren die Teilnehmer an der Besichtigung des Gerätehauses durch Uwe Trentelmann und die Architektin Anke Kükelhan, dass der Altbereich zwischen Funktionskomplex und Schlauchturm abgerissen und durch eine neue Fahrzeughalle ersetzt werden soll. In die, stellte Anke Kükelhan dem Ausschuss ihre Planungen vor, passten dann fünf Fahrzeuge.

Erhalten bleiben soll das jetzige Hauptgebäude ebenso wie der Schlauchturm. Zwar habe sie anfänglich Bedenken gehabt, sagte die Architektin, doch als sie dann vor Ort die Gebäudesubstanz gesehen habe, habe sie festgestellt, dass sich was machen lässt. So reiche der Platz „gerade noch aus“, Umkleidebereiche für Herren und Damen zu schaffen – auch wenn Frauen (noch) nicht in der Wehr mitmachten.

Der vorhandene Boden könne nach Auftragen von Estrich auf den vorhandenen Beton weiter genutzt werden. Die Decke (derzeit 3,50 Meter hoch) werde abgehängt und biete für die Räume Normalhöhe und gleichzeitig Platz im Zwischenbereich, um alle Versorgungsleitungen neu zu verlegen. Im Dachgeschoss muss ohnehin nicht viel verändert werden. Hier sind Schulungsraum und Küche untergebracht. Einzige Neuerung werde eine Fluchttreppe sein, denn auch die Feuerwehr müsse Brandschutzauflagen erfüllen.

In der Diskussion ging es zunächst um die Frage, ob die Feuerwehr Pr. Ströhen tatsächlich so viele Fahrzeuge brauche (Friedrich Schepsmeier) oder ob es nicht besser im Hinblick auf die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes sei, erst darüber nachzudenken, wie es um die Zukunft der Wehren in Varl und Wehe stehe und das dann zu berücksichtigen in Form einer kleineren oder größeren Fahrzeughalle.

Für Uwe Trentelmann steht fest, dass – ganz gleich, wie der Bedarfsplan aussehen wird – Pr. Ströhen die Fahrzeuge braucht. Bei rund 40 Aktiven und 20 Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr würden neben Wasser führenden Fahrzeugen auch Mannschaftsfahrzeuge gebraucht. Und Hermann Seeker betonte, dass es in Pr. Ströhen „sensible Objekte“ gebe wie Schule, Kindergarten und Senioren-Wohnheim. Deshalb sei eine gute Ausstattung der Feuerwehr hier dringend erforderlich. Rahden sei zu weit weg.

Hans-Eckhard Meyer erinnerte daran, dass es derzeit kein Geld für die Umsetzung der Pläne gebe. Außerdem müsse daran gedacht werden, was in anderen Orten an Investitionen notwendig werde. Trentelmann antwortete, dass es zur Sanierung von Pr. Ströhen keine Alternative gebe.

Bürgermeister Bernd Hachmann gab die Marschrichting vor: In diesem Jahr planen, im nächsten Jahr bauen. Und rund 830 Quadratmeter Grundstück müssen noch nebenan erworben werden, um dort die Parkplätze zu schaffen. Dann, das hatte Uwe Trentelmann schon während der Besichtigung angedeutet, müssen die Bäume neben dem Gerätehaus aber fallen.

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