Deutliche Worte bei Markt-Eröffnung

„Stemweder Wir-Gefühl muss her!“

Stießen auf ein gutes Gelingen des Oppenweher Bünselmarktes an (von links): Karlheinz Meier, Gerd Rybak, Dietmar Meier sowie Wolfgang Rosengarten und Holle von der Barre-Brauerei.

Oppenwehe - Von Gerhard Scheland· Nachdem Bürgermeister Gerd Rybak während der offiziellen Eröffnung des Oppenweher Bünselmarktes bei seiner Premiere bewiesen hatte, dass er mit zwei gezielten Hammerschlägen ein Fass Bier zum Schäumen bringen kann, sprach er deutliche Grußworte.

        „Wenn die Oppenweher nicht so eine starke und kreative Gemeinschaft wären, dann hätte der Bünselmarkt sicherlich schon längst das Schicksal vieler anderer Krammärkte geteilt und wir säßen hier heute nicht zur Eröffnung. Doch jedes Jahr gebären Gewerbevereinsvorsitzender Karlheinz Meier und Marktmeister Dietmar Meier gemeinsam mit dem Marktausschuss neue Ideen für5 das jährliche Programm. Schon am Vorabend füllt ein Dorfabend das Festzelt, festigt den Zusammenhalt im Dorf und bringt Jung und Alt zusammen.“

Mit Blick auf die Programmvielfalt mit Gewerbeschau, Oldtimertreffen, Modenschau und Flohmarkt stellte Rybak heraus, „dass wir uns um den Fortbestand des Bünselmarktes keine Sorgen machen müssen“. Er machte aber auch deutlich, dass Traditionsverbundenheit allein kaum ausreiche, um das Volksfest auf lange Sicht am Leben zu erhalten. „Ich lehne mich jetzt weit aus dem Fenster und sage, dass bei unseren Märkten ein dörfliches Wir-Gefühl vielleicht nicht ausreichen wird. Es muss ein Stemweder Wir-Gefühl her, es muss über die Ortsgrenzen hinweg zusammengearbeitet werden, um sich mit wahrer Stärke gegen die Konkurrenz durchsetzen zu können.“

Vor dem Hintergrund der Bemühungen zur Gründung eines Gewerbevereins für ganz Stemwede fragte sich Rybak, warum sich eine von allen Ortschaften getragene starke Gemeinschaft nicht auch um den Erhalt der Märkte bemühen könne. „Warum kann eine Gewerbeschau nicht einen Einblick in ein von vielen Betrieben getragenes Angebot von Gesamt-Stemwede geben? Es ist eine gute Möglichkeit, gebündelt Stärke zu zeigen und deutlich zu machen, wie lebendig Handel, Handwerk und Gewerbe in unserer Gemeinde sind und mit welcher Tatkraft und Ideenreichtum man im Wettbewerb bestehen kann.“ Der Bürgermeister schloss nicht aus, dass sich die Gemeinde im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten noch ein bisschen mehr als bisher an den Kosten der Märkte beteiligt, denn: „Ein attraktiver Markt ist ein guter Werbeträger.“ Rybak ermunterte dazu, mutig zu sein und eingetretene Pfade zu verlassen. „Wir sollten jede Chance ergreifen, um die Märkte zu stärken, auch den Oppenweher.“

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