Schwimmunterricht: Kinder aus der Gemeinde kommen in anderen Bädern unter

Stemweder Verwaltung rät von Becken-Sanierung ab

Stemwede - Seitdem das Oppenweher Lehrschwimmbecken stillgelegt wurde, haben Stemweder Schüler nur noch außerhalb der Gemeinde Schwimmunterricht. Alle Einrichtungen und Gruppen, die das Becken bislang nutzten, sind andernorts – zumeist in der niedersächsischen Nachbarschaft – untergekommen.

Unter anderem deshalb schlägt die Stemweder Verwaltung dem am Mittwoch, 13. März, in Wehdem tagenden Schulausschuss vor, dass dieser dem Betriebsausschuss empfiehlt, auf die Sanierung des Oppenweher Lehrschwimmbeckens zu verzichten. Als weitere Gründe gegen eine Sanierung nennt die Verwaltung eine flexiblere Auswahl der Schwimmstätten sowie finanzielle Einsparungen (siehe Kasten).

„Es wird empfohlen, auf die kostenintensive Sanierung des Lehrschwimmbeckens Oppenwehe zu verzichten, da die Rahmenbedingungen für die meisten Stemweder Einrichtungen insgesamt günstiger sind“, heißt es in den Ausschuss-Unterlagen. „Alle Einrichtungen, die mit den Kindern Wasserangebote machen möchten, können dies tun. Die Rahmenbedingungen sind gut.“

Als Nachteile nennt die Verwaltung den Verlust von Stemwedes einziger Schwimmstätte sowie einer Oppenweher Sportanlage. „Für einige Einrichtungen (insbesondere die Oppenweher) ergeben sich auch Komfortverschlechterungen durch jetzt anfallende Wegezeiten“, räumt die Verwaltung ein. Bei einem runden Tisch zur Schwimmsituation in Stemwede waren vier Ziele formuliert worden: 1. Jedes Kind aus Stemwede soll am Ende der vierten Klasse schwimmen können, 2. Stemwede soll attraktiv bleiben (eigenes Schwimmbecken), 3. Jedes in Stemwede lebende Kind soll die Möglichkeit haben, in Stemwede schwimmen zu lernen und 4. Kinder in der Kita sollen wassergewöhnt und sicher sein.

Sie habe den Zielen eins und vier letztendlich ein höheres Gewicht eingeräumt, teilt die Verwaltung mit, die sich für das Engagement und die konstruktiven Gespräche und Ideen der Oppenweher bedankt.

Neben der Nicht-Sanierung schlägt die Verwaltung dem Schulausschuss vor, dass die Gemeinde alle nicht gewinnorientierten Gruppierungen aus Stemwede unterstützen soll, die ein Wassergewöhnungs- oder Schwimmangebot anbieten.

„Die Unterstützung erfolgt bedarfsgerecht und antragsgebunden im Rahmen der zur Verfügung stehenden (finanziellen und sachlichen) Ressourcen“, heißt es im Beschlussvorschlag. Weiterhin wünscht sich die Verwaltung, dass die Politik sie ermächtigt, mit den durch den Wegfall der Lehrschwimmbecken-Sanierung eingesparten Betriebskosten Maßnahmen zu ergreifen und Angebote nichtkommerzieller Dritter zu unterstützen, wenn diese die Schwimmleistungen von Stemweder Kindern fördern können.

Damit die Schulen den Schwimmunterricht anbieten können, übernimmt die Gemeinde jetzt schon einige Transport- und Eintrittskosten. „Um eine Gleichbehandlung aller Schüler beziehungsweise Eltern zu gewährleisten, wird empfohlen, diese Regelung auch für die Eintrittskosten für die Haldemer Grundschulkinder, die bisher von den Eltern getragen wurden, anzuwenden. Entsprechende Mittel stehen im Haushalt zur Verfügung“, so die Verwaltung.

„Kosten liegen weit

unter Betriebskosten“

Die Kosten für die Sanierung des Lehrschwimmbeckens beziffert die Verwaltung der Gemeinde Stemwede auf  431 000 Euro. Die Betriebskosten des Beckens für das Jahr 2011 lagen ihren Angaben zufolge bei  rund 29 000 Euro. Schwimmen Schüler weiterhin nur außerhalb von Stemwede, kostet das die Gemeinde laut der Verwaltung „voraussichtlich bis zu  15 000 Euro“ im Jahr. Sie rechnet mit circa 9 500 Euro Mehrkosten für den Bädereintritt und 5 300 für die Fahrten zu den Schwimmstätten. Bei der Berechnung geht sie davon aus, dass die Stemweder Grundschulen alle 40 Schulwochen zum Schwimmen fahren, im Sommer aber auch mal auf Freibäder ausweichen. Deshalb würden vermutlich weniger Fahrten in Anspruch genommen. Weitere Mehrkosten entstehen der Gemeinde laut der Verwaltung dadurch, wenn beispielsweise Schwimm-Angebote wie die des Wehdemer Kindergartens und des FC Oppenwehe sowie möglicherweise weitere Antragssteller unterstützt werden. „Die Gesamtkosten liegen damit aber noch weit unter den Betriebskosten für das Becken“, erklärt die Verwaltung. · kap

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