Captain-Planet-Bassist im Interview

"Die Fahrt zu Konzerten hat rituellen Charakter"

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Captain-Planet-Bassist Marco Heckler im Interview.

Stemwede - Von Pascal Faltermann - Wald- und Wiesenbühne oder sogar das Sonnensystem? Auf drei Bühnen tummeln sich bei der 36. Auflage des Stemweder Open Air Festival am Freitag und Samstag zahlreiche Bands. Eine davon ist Captain Planet, die am 12. Oktober das neue Album "Treibeis" rausbringt. Wir sprachen vorab mit Bassist Marco Heckler.

Mit hundertzwanzig Sachen" heißt es in einem Song. Haben Sie es auch nach Stemwede so eilig?

Natürlich! Durch die Arbeit am neuen Album konnten wir dieses Jahr leider nur wenige Konzerte spielen, dementsprechend ist die Vorfreude groß. Die Fahrt zu Konzerten hat rituellen Charakter, und solange die Fahrtzeit überschaubar ist, genieße ich das sehr. Man trinkt gemeinsam mit netten Menschen ne Cola und stimmt sich auf den Abend ein und bei der Einfahrt in den Zielort läuft wie immer Iron Maiden. Klingt gut, oder?

Was halten Sie von dem Stemweder Open Air Festival? Kennen Sie es? Was erwartet die Besucher?

Bisher hörten wir aus vielen Quellen nur gutes über das Festival, die Erwartungen sind entsprechend hoch. Tja, was erwartet die Besucher ... eine Stunde "All Killer, No Filler", behaupte ich vollmundig. Als Band muss man so was sagen.

Sie arbeiten derzeit an einem neuen Album. Gibt es davon auch schon was zu hören?

Yep, wir arbeiten innigst am neuen Album "Treibeis". Die Aufnahmen sind mittlerweile abgeschlossen, nun folgt der Rattenschwanz, der zu einer Veröffentlichung dazugehört. Artwork, Promo, Organisation, Papierkram - eine Menge zeitfressender Kleinigkeiten. Unser neues Label Zeitstrafe kümmert sich aber bestens um uns und gemeinsam basteln wir an einer feinen Platte. Einen kleinen Vorgeschmack wird es in Stemwede zu hören geben.

Sie machen hintergründigen, deutschen Punkrock. Bleibt es dabei oder gibt es auch mal eine poppige Ballade?

Von uns ein klares Nein zur poppigen Ballade. Daran dürfen andere scheitern.

Wie kommen Sie eigentlich auf Ihre Texte? Schreiben Sie sich Begegnungen und Situationen auf? Wenn ja: mit dem Smartphone oder in einem Textbuch?

Die Texte stammen größtenteils von unserem Sänger Arne. Er arbeitet tatsächlich sehr collagenhaft und verarbeitet Notizen und Erinnerungsfetzen, definitiv ohne Smartphone.

Ravioli, Bier und Schlamm: Was ist für Sie Festival-Kultur?

Ein Wochenende Reizüberflutung, zu viel von allem: Menschen, Alkohol, schlechtes Essen, schmutzige Toiletten, Bands, Regen, Werbung. Aber doch irgendwie gut.

Mehr Informationen:

Zur Festival-Homepage

Zur Captain-Planet-Seite

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