Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke verliert in Gummersbach nach starkem Auftakt 28:33

Zweite Halbzeit völlig verschlafen

Hielt den TuS N-Lübbecke lange im Spiel: Pontus Zetterman war mit acht Toren bester Schütze der Rot-Schwarzen.  - Foto: Pollex

Lübbecke - Es war das bekannte Bild dieser Saison. In der ersten Halbzeit hielt Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke gut mit, in der zweiten Halbzeit folgte der Einbruch. 28:33 (13:15) unterlag das Tabellenschlusslicht am Samstag im letzten Auswärtsspiel der Saison beim VfL Gummersbach.

Die 4 132 Zuschauer in der Schwalbe-Arena sahen zunächst ein Spiel auf Augenhöhe. Zwar konnten sich die Gastgeber kurzzeitig auf 7:4 (11.) absetzen, der TuS kam aber durch Tim Remer und seinen mit acht Toren besten Schützen Pontus Zetterman wieder auf 7:6 (15.) heran. Erneut Remer und zweimal Tim Suton sorgten sogar für die erste Führung der Gäste (20.). Anschließend wechselte die knappe Führung hin und her. In einer starken Schlussoffensive Gummersbachs sorgten Kevin Schmidt per Siebenmeter, Evgeni Pevnov und Christoph Schindler aus dem Rückraum dafür, dass die Gastgeber mit einer Zwei-Tore-Führung in die Pause gingen.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Gummersbach den Druck und war jetzt die Spiel bestimmende Mannschaft. Die Nettelstedter verschliefen die Anfangsphase völlig und konnten weder offensiv noch defensiv mit dem Gegner mithalten. Der setzte sich auch dank der starken Paraden von Nationalkeeper Carsten Lichtlein bis zur 37. Minute erstmals deutlich auf 21:16 ab und baute seine Führung bis zur 52. Minute auf 30:21 aus.

Die Partie war zu diesem Zeitpunkt längst entschieden, doch der TuS gab nicht auf und konnte mit einer starken kämpferischen Leistung, aber auch dadurch begüngstigt, dass Gummersbach einen Gang zurückschaltete, das Endergebnis zumindest etwas freundlicher gestalten.

Die Bilanz von TuS-Trainer Goran Perkovac fiel trotz der Niederlage verhalten positiv aus. „Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich nicht unzufrieden. Einige meiner Spieler, die heute auf der Platte standen, sind in der nächsten Saison nicht mehr beim TuS und haben trotzdem noch toll gekämpft. Das ist lobenswert.“

In der ersten Halbzeit hätte seine Mannschaft mit zwei bis drei Toren in Führung gehen müssen, „doch wir machten zum Ende hin zu viele Fehler“, bedauerte Perkovac. „Die zweite Halbzeit haben wir in den ersten 15 Minuten komplett verschlafen, hatten diesmal leider auch keine gute Torhüterleistung“, sprach er die überschaubare Quote von Keeper Nikola Blazicko an, der nur knapp neun Prozent der Bälle abwehrte. Die Bilanz von Matevz Skok fiel mit 20 Prozent etwas besser aus. Als seine Mannschaft dann besser in Spiel gekommen sei, sei es zu spät gewesen, analysierte Perkovac. „Wir haben es nicht geschafft, Julius Kühn (neun Tore) zu stoppen. Er hat uns aus allen Lagen zerschossen und hat zudem noch einige tolle Anspiele gezeigt.“

Zum Abschied aus der Bundesliga erwartet die TuS-N-Lübbecke-Fans am nächsten Sonntag (15 Uhr) nochmal ein Schmankerl. Zu Gast in der Merkur-Arena sind die Rhein-Neckar-Löwen. J mer

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