Wirtschaftsbetrieb soll effizienter werden

Verwaltung plant Schlankheitskur

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Mediengruppe Kreiszeitung

Stemwede - Pünktlich zum Beginn der Fastenzeit plant auch die Stemweder Verwaltung eine Schlankheitskur. Sie möchte ihren Wirtschaftsbetrieb effizienter und transparenter organisieren und dadurch mehr Kapazitäten für dringend erforderliche Arbeiten schaffen.

Die Optimierung beginnt auf der Führungsebene mit der Bündelung von Leitungsaufgaben und einer damit verbundenen Verringerung von Zuständigkeitsüberschneidungen. Die Verwaltung schlägt vor, den Bürgermeister zum ersten Betriebsleiter und Kämmerin Astrid Lanfer zur kaufmännischen/betriebswirtschaftlichen Leiterin für den Wirtschaftsbetrieb zu bestellen. Ihre Vertreter sollen Ordnungsamtsleiter Werner Bahnemann und Wasserwerksleiter Ulrich Hüffmann sein. Die bisherigen Betriebsleiter werden abberufen.

Bürgermeister soll

Betriebsleiter werden

„Ich möchte die Hierarchie abflachen und erhoffe mir durch einen schlankeren Aufbau eine effektivere Arbeitsweise“, begründete Bürgermeister Kai Abruszat gestern auf Nachfrage dieser Zeitung den Vorstoß, der das Ergebnis intensiver Diskussionen innerhalb der gesamten Verwaltungsleitung ist. Das Personal des Wirtschaftsbetriebes soll durch den Wegfall von Leitungsaufgaben mehr Zeit für andere Aufgaben bekommen und gezielter eingesetzt werden können.

Unter anderem schlägt die Verwaltung die Integration des Baubetriebshofs in den Wirtschaftsbetrieb vor. Vor allem eine engere Verzahnung von Bauhof und dem Bereich Straßen hält der Bürgermeister mit Blick auf einen effizienteren Mitteleinsatz und eine einfachere Abstimmung für angeraten. „Wir dürfen die Kernaufgaben im Straßen- und Hochbau nicht vernachlässigen“, so Abruszat.

Außerdem sollen die Hausmeisterdienstleistungen in den Baubetriebshof integriert werden. Dessen Leitung soll gewerblich-handwerkliche Arbeiten wie ein Unternehmen am Markt erbringen und sich dabei auch preislich am Markt orientieren. Wo der freie Markt wirtschaftlicher ist, sollen Leistungen eingekauft werden. Um die Wirtschaftlichkeit des Bauhofs zu prüfen, soll die Verwaltung mit Unterstützung externer Dienstleister eine kürzlich vom Rat eingeforderte Kosten- und Leistungsrechnung erstellen. Die Fraktionen sollen in den Prozess eingebunden werden. Den Kostenrahmen beziffert die Verwaltung mit maximal 10000 Euro.

Die fachliche Verantwortung für den Bereich zentrales Gebäudemanagement und Infrastruktur übernimmt künftig die Leiterin des Fachbereichs Bau und Planung. Den Bereichen Gemeindeentwicklungsplanung, digitale Infrastruktur sowie Hoch- und Tiefbau soll hier eine höhere Bedeutung zukommen. Der bislang eigenständige Eigenbetrieb Wasserwerk und der Abwasserbereich sollen von den organisatorischen Änderungen ausgenommen werden.

Ein Personalabbau ist mit der Optimierung laut Abruszat nicht verbunden. Das sei angesichts des Auslastung auch gar nicht möglich. Es gehe lediglich um eine Umstrukturierung, die zudem kostenneutral sei. Durch die Zuweisung von eindeutigen Zuständigkeiten möchte die Verwaltung neben höherer Effizienz auch eine größere Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit und dem Rat erreichen.

Der Betriebsausschuss für den Wirtschaftsbetrieb Gemeinde Stemwede und das Wasserwerk und der Haupt- und Finanzausschuss sollen in einer gemeinsamen Sitzung am 24. Februar ab 17 Uhr im Nordtrakt der Stemweder-Berg-Schule in Wehdem über die Pläne beraten.

mer

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