Assmann blickt optimistisch nach vorn

Werbung für Oberstufe, Feier bei Genehmigung

Wehdem - Thomas Assmann rechnet damit, dass die Bezirksregierung Mitte Mai ihre Entscheidung über die Gesamtschule fällen wird. „Unsere Unterlagen sind zu 98 Prozent vollständig“, sagte der Geschäftsführer der Initiative für Jugendhilfe, Bildung und Arbeit (INI) auf Nachfrage. So lägen der Bezirksregierung in Detmold sowohl das Raumkonzept als auch die Unterlagen zum Personal vor. „Es fehlen nur ein paar polizeiliche Führungszeugnisse“, so Assmann.

Andreas Moseke von der Bezirksregierung bestätigt, dass der Großteil der Antragsunterlagen vorliegt. „Die Prüfung läuft. Die Bezirksregierung strebt eine zeitnahe Entscheidung an“, teilt er mit. Eine Prognose über den Zeitpunkt der Entscheidung könne er jedoch nicht geben, „da sich Bedarf an weiteren Informationen im Zuge der Prüfung ergeben kann“.

Am Mittwoch war Assmann mit Volker Esch-Ahlsen beim zweiten Eltern-Stammtisch im Life House und informierte über den aktuellen Stand zum Vorhaben, in Wehdem eine Gesamtschule in privater Trägerschaft einzurichten. Dem INI-Geschäftsführer zufolge war das zweite Treffen, das Melanie Gutt aus Levern mit weiteren an der Gesamtschule interessierten Eltern ins Leben gerufen hatte, nicht ganz so gut besucht wie die Premiere. Dennoch hätten sich die Eltern der INI gegenüber offen gezeigt.

Zu Beginn hatten Assmann und Esch-Ahlsen Stellung zum vergangenen Eltern-Stammtisch genommen, berichtet Assmann. „Wir haben uns für die Vorwürfe gegenüber der Bezirksregierung entschuldigt und die Aussagen richtiggestellt“, so Assmann. Denn zuletzt hatte es Irritationen gegeben, als Esch-Ahlsen der Genehmigungsbehörde vorgeworfen hatte, dass sie eine Verzögerungstaktik fahre. „Das war ein Kommunikationsproblem in unserem Haus“, stellte Thomas Assmann klar.

Die Bezirksregierung hatte mitgeteilt, dass der Antrag der INI nicht geprüft werden könne, solange noch Dokumente nachgereicht werden müssten. Dass es inzwischen Nachfragen aus Detmold zum Raumkonzept gegeben hatte, bewertet der INI-Geschäftsführer daher positiv. „Das zeigt, dass unser Antrag ernst genommen wird und sich etwas tut“, sagt er und berichtet, dass eine Mitarbeiterin der Gemeinde nach Detmold gefahren sei, um die Fragen zu klären.

Der Antrag bezieht sich laut Assmann auf „die große Lösung“ mit drei Klassen in der Sekundarstufe I und zwei in der Oberstufe. „Mit 15 Lehrkräften sind wir gut aufgestellt, auch wenn der Fall nicht eintreten wird“, so Assmann. Denn während für die Sekundarstufe I 38 Anmeldungen sowie vier Interessensbekundungen vorlägen, sei für die Oberstufe kein Schüler eingetragen. „Wir werden die Schulen gezielt anschreiben und Werbung machen“, sagt Assmann.

Wenn die Gesamtschule sicher sei, werde es eine Infoveranstaltung geben, so Assmann. „Denn es gibt viele Fragen zu den Schwerpunkten im Abitur“, ist er sich sicher. „Wir wollen nach der Genehmigung alle einladen und feiern“, verrät Assmann abschließend. - abo

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