Leverner Geschichtskreis trägt Aussagen von Zeitzeugen zusammen

Ein weiteres Stück örtlicher Geschichte dokumentiert

Der Leverner Geschichtskreis hat ein weiteres Stück örtlicher Geschichte aufgearbeitet (v.l.): Paul Giesen, Hannelore Giesen, Ursula Bohnenkamp, Ernst Kasten, Marianne Hüsemann, Heinrich Rust und Heinz Rappold. - Foto: Mühlke

Levern - Der Leverner Geschichtskreis hat das Thema Evakuierte, Flüchtlinge und Vertriebene aufgenommen. Dazu wurden Zeitzeugen eingeladen, die berichteten, woher, wie und auf welchem Wege sie schließlich im Kirchspiel Levern gelandet sind. Sie erzählten auch, wie und wo sie untergebracht waren, wie ihr Leben verlief und welche Pläne sie für die Zukunft hegten.

Der Geschichtszirkel hat im vergangenen Jahr viele Aussagen von Zeitzeugen zusammengetragen, die heute älter als 80 Jahre sind. „Die Auskünfte sind belegt durch Erlebnisberichte in den vorgelegten Büchern“, erläuterte Heinrich Rust am Sonntag. Der Geschichtskreis des Heimatvereines hatte im Leverner Heimathaus die just fertig gestellte Dokumentation über die Berichte der Flüchtlinge und Evakuierten des Zweiten Weltkrieges im heimischen Raum vorgestellt. „Die Aussagen wiederholen sich vielfach – das lässt keinen Zweifel an der Glaubwürdigkeit“, sagte Rust.

Gleichzeitig sei im Geschichtszirkel der Eindruck entstanden, dass die Befragten nach anfänglicher Zurückhaltung es teilweise als Erleichterung empfunden hätten, sich mitzuteilen. „Das ertragene aufwühlende Schicksal der Flucht und die Suche nach einer neuen Heimat anderen zu erzählen, das brachte oftmals mehrstündige Gespräche in Gang“, zeigte sich Ursula Bohnenkamp beeindruckt von Unterhaltungen, die teilweise von großen Ängsten und Nöten geprägt waren.

Es sei wichtig und vor allem lehrreich, von Zeitzeugen diesen Abschnitt der jüngeren Geschichte Leverns so nahe gebracht zu bekommen, machte Rust deutlich. Er dankte allen Beteiligten für offene Gespräche, Mitteilungen und Briefe, die der Geschichtskreis zu einem authentischen Stück Leverner Geschichte zusammenfügen konnte. „Gerne können Zeitzeugen noch weitere Flüchtling- oder Vertriebenen-Berichte vortragen, die auf Wunsch in die Dokumentation aufgenommen werden“, so die Mitglieder des Geschichtszirkels.

hm

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