Wehrführer: Kostenexplosion unverständlich

„So geht das gar nicht“

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Mediengruppe Kreiszeitung

Stemwede - „So, wie sich das jetzt entwickelt hat, geht das gar nicht“, sagt Stemwedes Wehrführer Joachim Lübke und unterstützt vollkommen die Position des Stemweder Bürgermeisters Kai Abruszat, die Pläne für das gemeinsame Gerätehaus der Löschgruppen Wehdem und Westrup vorerst auf Eis zu legen. Der erste Spatenstich war eigentlich für April anvisiert worden, jetzt stellte sich jedoch heraus, dass die geplanten Kosten von rund einer Million auf etwa 1,5 Millionen Euro explodiert sind (wir berichteten).

Für Lübke ist völlig unverständlich, warum das Planungsbüro aus Paderborn plötzlich von 50 Prozent höheren Kosten ausgeht und als Grund die schwierige topographische Lage anführt.

„Das war ja keine Geheimniskrämerei. Der Architekt hat das Bodengutachten gehabt und er kannte das Gelände“, so Lübke. Der Gemeindebrandmeister erinnert an ein Treffen mit Verwaltung und Fraktionsvorsitzenden, bei dem drei Planer ihre Entwürfe für ein Gerätehaus vorgestellt hatten. Der jetzt verpflichtete Architekt sei der einzige gewesen, der auf das von der Verwaltung bestellte Bodengutachten eingegangen sei und die schwierige Hanglage thematisiert habe. Zudem habe er vorgeschlagen, das Gerätehaus an eine Stelle zu verlegen, an der der Boden für ein vernünftiges Fundament nur etwa 80 Zentimeter tief ausgehoben werden müsse. Und das günstigste Angebot habe er zudem gemacht. „Der Mann hat Ahnung“, dachte Lübke seinerzeit noch.

Inzwischen spricht er von Unfähigkeit. „Ich bin an meine Kostenvoranschläge gebunden. Wenn ich so was machen würde, wäre ich pleite.“ Der Planer habe wie die Politik alle Informationen gehabt. Keiner könne jetzt sagen, er habe etwas nicht gewusst. Große Proteste von Seiten der Feuerwehr sind nach Ansicht Lübkes jetzt nicht angeraten. „Wir können ja ohnehin nichts an der Situation ändern.“ Er vertraut darauf, dass Abruszat eine annehmbare Lösung findet.

mer

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